Neues Gipfelkreuz ragt vom Hochstein

Nachdem wir am 27. Juni 2017 das bereits marode Gipfelkreuz abmoniert hatten (Bericht hier …), gelang es nun im zweiten Versuch am 21. Oktober 2017 ein neues am markanten Aussichtspunkt aufzustellen.

Es galt eine Tonne Eichenholz auf den Hochstein zu hieven. Eine Aufgabe, die nur in einer absolut großartigen Gemeinschaftsleistung von Bauhof Neureichenau, Bauhof Haidmühle, Bay. Staatsforsten, Waldverein und unserer Bergwacht möglich war.

Die Aktion war notwendig geworden, weil das bisherige Hochsteinkreuz – bereits im Jahre 1956 unter größter finanzieller und körperlicher Belastung vom Heimatverein Auerbach auf dem Gipfel des Hochsteins aufgestellt – verwittert und für Gipfelbesucher nicht mehr sicher war.

Mit Stahlseil und Umlenkrollen, die mehrmals umgebaut wurden, konnten die schweren Balken nach oben befördert werden und dort zusammengebaut werden.

Mittels Schwaibeln wurde das Kreuz letztendlich in der Fassung aufgestellt und fixiert.

Manfred Falkner wird mit dem Leistungsabzeichen in Gold durch Innenminister Herrmann ausgezeichnet

Besondere Verdienste um die Bergwacht Bayern – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verleiht in der Münchner Residenz Manfred Falkner aus Untergriesbach die Goldene Leistungsauszeichnung: „Wertvoller Beitrag für unser Land, der größte Anerkennung verdient“

Manfred Falkner ist seit seinem Eintritt in die Bergwacht Passau am 06.07.1974 durchgehend als aktive Einsatzkraft tätig. Zudem war er jahrelang auch als Ausbilder und Ausbildungsleiter der Bergwacht Region Bayerwald engagiert. Er war bei diversen Katastropheneinsätzen wie z.B. der Schneekatastrophe 2006, dem Donauhochwasser 2013 und der Hochwasserkatastrophe in Simbach 2016 als Einsatzleiter gefordert.
Viele Jahre engagierte er sich als stellvertretender Bereitschaftsleiter, dann als stellvertretender Regionalleiter. Von 2009 bis 2017 stand er als Regionalleiter an der Spitze der Bergwacht Region Bayerwald. Er begleitete geschickt seine 20  Bergwachten durch die turbulenten Zeiten der Veränderungen und Neuerungen. Manfred ist ein Kamerad auf den man sich zu 100% verlassen kann. Seit über 35 Jahre bringt er sich mehr als aktiv ein.

„Die rund 3.200 aktiven Einsatzkräfte der Bergwacht Bayern leisten jährlich mehr als 12.000 Einsätze und Hilfeleistungen in den bayerischen Alpen und Mittelgebirgen. Dieser wertvolle Einsatz für die Sicherheit in unserem Land verdient unsere größte Anerkennung.“ Mit diesen Worten drückte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der die Leistungsauszeichnung heuer in Vertretung des Bayerischen Ministerpräsidenten vornahm, seinen Respekt und Dank für die herausragenden Leistungen der Bergwacht aus. „Die Bergwacht-Helfer sind 365 Tage im Jahr, Tag und Nacht, selbstlos und ehrenamtlich für ihre Mitmenschen da – manchmal in auch für sie selbst lebensgefährlichen Situationen“, sagte Herrmann, der ergänzte: „In meinen Augen sind sie wahre Helden des Alltags.“

Die bayerischen Bergwachtler sind nach Herrmanns Worten mehr denn je gefordert: „Das Wandern in unserer wunderschönen Bergwelt wird immer beliebter. So mancher Gipfelstürmer überschätzt aber seine Fähigkeiten oder verkennt die Gefahren des Bergsteigens. Unsere Bergretter eilen daher in immer mehr Einsätzen zu Fuß, auf Ski, mit Geländewagen oder dem Hubschrauber an die Unglückstellen und helfen Mitmenschen, die in eine Notsituation geraten sind.“

Der bayerischen Staatsregierung ist es laut Herrmann ein besonderes Herzensanliegen, die wertvolle Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Bergwacht Bayern tatkräftig zu unterstützen: „Eine optimale Einsatzplanung zur Rettung von Menschenleben sowie Vorbereitung, Training und Ausrüstung kosten natürlich viel Geld. Der Freistaat unternimmt daher große finanzielle Anstrengungen, um den hohen Standard bei Ausbildung und Ausrüstung zu sichern und wo möglich noch weiter zu verbessern.“ So unterstützt der Freistaat die Bergwacht Bayern laut Herrmann durch jährliche Kostenerstattungen für die Beschaffung von Fahrzeugen, Rettungsmitteln und Funktechnik. „Allein im Doppelhaushalt 2017/2018 stehen hierfür mehr als sechs Millionen Euro zur Verfügung, damit Bayerns Bergwacht auch in Zukunft auf dem allerneusten Stand ist“, so der Innenminister. „Retten und Bergen will außerdem gelernt sein. Für die besten Übungsbedingungen unserer Bergwacht nehmen wir in Bayern eine Menge Geld in die Hand“, erklärte Herrmann. „Den Ausbau des weltweit einzigartigen Bergwacht-Zentrums für Sicherheit und Ausbildung in Bad Tölz zum Übungs- und Kompetenzzentrum für die Berg-, Luft- und Höhenrettung haben wir beispielsweise mit insgesamt 3,6 Millionen Euro gefördert.“ Im Doppelhaushalt 2017/2018 stehen laut Herrmann für die Unterstützung des Betriebs jährlich fast eine Million Euro zur Verfügung.

 

Bergwacht Passau/Dreisessel gewinnt „Rescu-Preis“ 2017

Passau/Dreisessel. Die Bergwacht Passau/Dreisessel wurde am Samstag, den 23.09.2017 im Rahmen der Fachtagung des Rettungszentrums Regensburg in Furth im Wald mit dem RESCU-Preis“ 2017 geehrt.

DSC_0328_1506173311785 (2) 

RESCU steht für „Regensburg Emergency Services Centre at the University“. Das Rettungszentrum Regensburg ist wissenschaftlich beratend und fördert den Rettungsdienst in Ostbayern. Die Organisation macht es sich seit Jahren zur Aufgabe, mit diesem Preis außergewöhnliche Leistungen bei der Rettung von Menschen zu würdigen. Insgesamt 13 Vorschläge sind eingereicht worden. Schlussendlich wurden die vier beeindruckendsten Rettungsaktionen von einer Jury gewählt. „Es hätte aber mit Sicherheit jeder von diesen Eingaben einen Preis verdient, wir mussten uns jedoch auf vier eingereichte Vorschläge beschränken.“, betonte Prof. Dr. Bernhard Graf, Vorsitzender des Rettungszentrums Regensburg.  

Einer der vier Preise ging an die Bergwacht Passau-Dreisessel. Sie startete am 29. Juni vergangenen Jahres im Wandergebiet „Jägersteig“ eine aufwendige Rettungsaktion, um einen verstiegenen Wanderer aus seiner misslichen Lage zu befreien. Dabei waren die Kameraden nachts über sechs Stunden mit viel Ausrüstung in unwegsamem Gelände der Donauleiten Höhe Obernzell unterwegs. Durch die perfekte Zusammenarbeit mit den umliegenden Feuerwehren konnte der Wanderer gerettet werden. Der Gerettete, ein Österreicher, kam am Samstag selbst nach Furth, um sich bei dieser Gelegenheit bei den Bergwachtlern zu bedanken. Gestiftet wurde der Preis von der KUVB – der Kommunalen Unfallversicherung Bayern. Er ist mit 1.500 € dotiert.

index

Die Bereitschaftsleiter Thomas Graf und Stefan Berger bedankten sich bei den Aktiven für die stete Bereitschaft sich ständig fortzubilden und dafür ihre Freizeit zu opfern.

Die Bergwachtbereitschaft Passau/Dreisessel unterhält die “Unterstützende Bergrettungswache Passau” und die “Bergrettungswache Haidmühle am Dreisessel”. Das Haupteinsatzgebiet ist der Dreisesselberg und seine Umgebung. Im Winter sind das die Loipen um Altreichenau, auch der für Touren- und Schneeschuhgeher immer beliebter werdende Dreisesselberg, mit seinem sporadisch geöffneten Skilift in Frauenberg und einer sehr schönen, über 3km langen und über 400m hohen Abfahrt gehören im Winter zum Einsatzgebiet.

Im Sommer ist die Bereitschaft  für die Wander- und Radweg am Dreisessel zuständig. Die Klettergärten in Neuhaus am Inn und in Fischhaus (Teufelstein) fallen ebenfalls in den Einsatzleitbereich. Spezielle Kranbergungen oder im Allgemeinen Bergungen aus schwierigem, unzugänglichem Gelände, oder aus großen Höhen ist das Spezialgebiet der Bergwacht. Die Bergretter der Bergwacht Bayern verrichten ihren Einsatz ehrenamtlich. Die Bergwacht Bayern hat seit ihrer Gründung eine Vielzahl von  Entwicklungen und Anpassungsprozessen durchlaufen und steht auch heute einer Vielzahl neuer Herausforderungen gegenüber. Insbesondere vermehrte Einsatzzeiten durch zunehmenden Tourismus und  neue Einsatzschwerpunkte durch trendige Sportarten erfordern von der Bergwacht  eine intensive  Bergrettungsausbildung sowie spezialisierte Fortbildungen.

Die Ausbildung zum Bergretter oder Bergretterin dauert in der Regel bis zu drei Jahren. Dabei  durchlaufen die Anwärter die Basisausbildung der Disziplinen Sommerrettung, Winterrettung, Luftrettung, Notfallmedizin und Umwelt- und Naturschutz. Alle Ausbildungsabschnitte werden durch eine Prüfung abgeschlossen.

Bergwacht Anwärter bestehen Prüfung Sommerrrettung

Bergwachtler bestehen Prüfung Sommerrettung am Arber

Sechs Anwärterinnen und Anwärter der Bergwacht Passau/Dreisessel haben am 22.07.2017 an der Sommerprüfung der Bergwacht Bayern teilgenommen. An der Wagnerspitze mussten die Prüflinge ihr Können unter Beweis stellen.

Lucia Peter, Kathrin Raitner, Lena Weingartner, Benedikt Hauner, Benjamin Zamarona und Sandra Tauber haben den Test mit Bravour bestanden.

index

Rettung mit dem bayernweit einheitlichen Bergwachtstatikseilsatz nach unten und oben, verschiedene Flaschenzüge aus der behelfsmäßigen Bergrettung, Seilverlängerung und Zwei-Mann-Rettungsmethode wurden von den Prüfern abverlangt.

Die Bereitschaftsleiter Graf und Berger unisono: „Ohne unser überaus engagiertes und hochmotiviertes Ausbilderteam um Ausbildungsleiter Peter Lang und die Hauptausbilder Wolfgang Huber und Hans-Peter Dersch wäre eine so zeitintensive Ausbildung nicht möglich“.

Die Ausbildung zum Bergretter oder Bergretterin dauert in der Regel bis zu drei Jahren. Dabei werden verschiedene Disziplinen durchlaufen: Sommerrettung, Winterrettung, Luftrettung, Notfallmedizin und Umwelt- und Naturschutz. Alle Ausbildungsabschnitte werden durch eine Prüfung abgeschlossen.

index

Wer Interesse an der Arbeit der Bergwacht Passau / Dreisessel hat, kann zu einer der Ausbildungsversammlungen kommen, die Bereitschaftsleiter Thomas Graf oder Stefan Berger (info@bergwacht-passau.org)  kontaktieren oder sich auf Internetseite unter www.bergwacht-passau.org informieren.

Gipfelkreuz am Hochstein abmontiert

Am gestrigen Dienstag wurde durch die Bergwacht Passau/Dreisessel das bereits morsche Gipfelkreuz am Hochstein (1.333m) abmontiert.

img_1922

Auf Bitten des Neureichenauer Bürgermeisters Walter Bermann haben die Bergwachtler das im Juli 1956 durch den Heimatverein Auerbach aufgestellte Gipfelkreuz abgebaut.

img_1921

Mit Seilsicherung wurde das marode Kreuz zerlegt und nach unten verbracht.

Nun kann ein neues Kreuz aufgestellt werden. img_1919 img_1920   img_1923 img_1924 img_1925 img_1926 img_1928

Neuwahlen bei der Bergwacht Passau/Dreisessel – Stefan Berger neuer Stellvertreter

Am Montag fanden die turnusmäßigen Neuwahlen der Bergwachtbereitschaft Passau/Dreisessel im BRK-Haus des Kreisverbandes Passau statt.

Gewählt werden laut Satzung alle vier Jahre Bereitschaftsleiter,  stellvertretender Bereitschaftsleiter und zwei Revisoren. Da der bisherige Stellvertreter Andreas Artinger sein Amt zur Verfügung stellte wurde als Vorschlag Stefan Berger eingebracht. Einstimmig wurde er zum stellvertretenden Bereitschaftsleiter gewählt. Bereitschaftsleiter Thomas Graf stellte sich zur Wiederwahl für weitere vier Jahre  und wurde, ebenfalls einstimmig, wiedergewählt. Als Revisoren wurden einstimmig gewählt: Uli Stockbauer und Birgit Stemplinger. Bereitschaftsleiter Thomas Graf bedankte sich bei Andres Artinger für sein Engagement in den letzten Jahren.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Die Bergwachtbereitschaft Passau mit v.l.n.r.: Fritz Scheibelberger (Hüttenwart), Markus Gnan (Verantwortlicher Technik), stellv. Bereitschaftsleiter Stefan Berger, Bereitschaftsleiter Thomas Graf, Andreas Artinger (Verantwortlicher Einsatz), Christian Blaum (Funkwart), Birgit Stemplinger und Uli Stockbauer (Revisoren) Hans-Peter Dersch (Verantwortlicher Finanzen) und Peter Lang (Verantwortlicher Ausbildung). Foto: Huber

Als Verantwortliche wurden von der Bereitschaftsleitung benannt: Hans-Peter Dersch (Finanzen), Peter Lang (Ausbildung), Jenny Kroll (Notfallmedizin), Markus Gnan (Technik), Andreas Artinger (Einsatz), Stefan Berger (Kommunikation).

Die Bergwachtler erfreuen sich derzeit über einen regelrechten „Boom“ an Neuzugängen. Derzeit sind 12 Anwärter in der bayernweit einheitlichen Ausbildung zum aktiven Bergretter der Bergwacht. Das sind so viele wie noch nie in der langen Geschichte der Bergretter am Dreisessel.

Wer Interesse an der Arbeit der Bergwacht Passau / Dreisessel hat, kann zu einer der Ausbildungsversammlungen kommen, den Bereitschaftsleiter Thomas Graf kontaktieren oder sich auf Internetseite unter www.bergwacht-passau.org informieren.

Die Ausbildung zum Bergretter oder Bergretterin dauert in der Regel bis zu drei Jahren. Dabei werden verschiedene Disziplinen durchlaufen: Sommerrettung, Winterrettung, Luftrettung, Notfallmedizin und Umwelt- und Naturschutz. Alle Ausbildungsabschnitte werden durch eine Prüfung abgeschlossen.

Spezielle Bergungen oder im Allgemeinen Bergungen aus schwierigem, unzugänglichem Gelände, oder aus großen Höhen ist das Spezialgebiet der Bergwacht. Die Bergretter der Bergwacht Bayern verrichten ihren Einsatz ehrenamtlich.  Als eine der ältesten Bergwachten im Bayerischen Wald mit einer über 80-jährigen Geschichte betreibt die Bereitschaft Passau/Dreisessel unterhält die “Unterstützende Bergrettungswache Passau” und die “Bergrettungswache Haidmühle am Dreisessel”. Das Haupteinsatzgebiet ist der Dreisesselberg und seine Umgebung. Im Winter sind das die Loipen um Altreichenau, auch der für Touren- und Schneeschuhgeher immer beliebter werdende Dreisesselberg gehört im Winter zum Einsatzgebiet. Im Skigebiet Mitterfirmiansreut unterstützen die Bergretter die Bereitschaft Wolfstein beim Vorsorgedienst an den Wochenenden.  

Intensive Ausbildung erfolgreich abgeschlossen

Bergwacht-Anwärter bestehen „Eignungstest Winter“ am Großen Arber

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Großer Arber. Gleich vier Anwärter der Bergwacht Passau/Dreisessel haben unlängst den „Eignungstest Winter“ am Großen Arber bestanden. Lukas Wallisch (vgl. Foto vorne kniend), (v.r.) Lena Weingartner, Kathrin Raitner und Sandra Tauber haben die Anforderungen mit Bravour gemeistert und die Herausforderungen am Osthang des Großen Arber angenommen. Dabei wurden unter anderem die Kondition, skifahrerisches Können im Variantengelände, der Einsatz von Steigeisen oder auch eine Verschütteten-Suche mit dem LVS-Gerät geprüft. „Unsere Bergwacht-Anwärter mussten auch ihren Orientierungssinn unter Beweis stellen und den Umgang mit Karte und Kompass demonstrieren“, erklärt Ausbilder Wolfgang Huber (l.).

Zur bestandenen Prüfung gratulierten auch die Bereitschaftsleiter Thomas Graf und Stefan Berger und nutzten die Ehrung auch für einen Dank an die ehrenamtlich engagierten Ausbilder: „Die immer größer werdenden Anforderungen an die Bergwacht und den Rettungsdienst in unwegsamen Gelände erfordern eine immer intensivere Ausbildung. Wir sind stolz auf unser höchst engagiertes Ausbildungsteam.“

Die Bergwachtler erfreuen sich derzeit über einen regelrechten „Boom“ an Neuzugängen. So befinden sich momentan ganze 12 Anwärter in der bayernweit einheitlichen Ausbildung zum aktiven Bergretter der Bergwacht. „Das sind so viele wie noch nie in der mittlerweile über 80-jährigen Geschichte der Bergretter am Dreisessel“, so Stefan Berger. Dennoch freue man sich natürlich über weiteren Zuwachs. Bei Interesse an der Arbeit der Bergwacht Passau/Dreisessel könne man jederzeit eine der Ausbildungsversammlungen besuchen, wie auch Bereitschaftsleiter Thomas Graf betont: „Die Ausbildung zum Bergretter oder Bergretterin dauert in der Regel bis zu drei Jahren. Dabei werden verschiedene Disziplinen durchlaufen: Sommerrettung, Winterrettung, Luftrettung, Notfallmedizin und Umwelt- und Naturschutz.“

Mehr Informationen unter www.bergwacht-passau.org oder auf facebook.

   

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Bergwachteinsatz auf der Langlaufloipe

Zu einem Einsatz auf der  Bahndammloipe wurden die Bergwacht Passau/Dreisessel und der Einsatzleiter Bergwacht Unterer Bayerischer Wald am Dienstag um 14.07 Uhr durch die Integrierte Leitstelle Passau alarmiert. Eine Langläuferin war zwischen Haidmühle und Frauenberg kollabiert. Die Begleitung der 65- jäjhrigen Urlauberin setzte über die 112 den Notruf ab.

DSC01947

Die Bergwacht rückte mit dem Schneefahrzeug Haidmühle 82/1 direkt vom Dreisessel aus auf die Loipe aus und konnte die Patientin nach kurzer Zeit finden. Sie wurde durch die Bergretter erstversorgt. Daruafhin transportierten die Bergwachtler die Frau mit dem Schneefahrzeug und Patientenanhänger zum Übergabepunkt an den Rettungswagen Johannes Haidmühle 71/1. Anschließend wurde sie zur weiteren Behandlung in das Krankenhaus Waldkirchen transportiert.

Im Einsatz waren 3 Einsatzkräfte der Bergwacht, das Bergrettungsfahrzeug Haidmühle 81/1, ATV Haidmühle 82/1, Einsatzleiter Bergwacht Haidmühle 10/1, Rettungswagen Johannes Haidmühle 71/1 und Notarzt Breitenberg 76/1.

Die Bergwacht Bayern ist eine Gemeinschaft des Bayerischen Roten Kreuzes, Körperschaft des öffentlichen Rechts, und in Bayern flächendeckend mit der Berg- und Höhlenrettung beauftragt. Zudem wirkt sie im Katastrophenschutz und Naturschutz mit. In ihr sind 3.200 ehrenamtliche Bergretter in 114 örtlichen Bergwachten eingebunden, welche wiederum in regionalen Strukturen organisiert sind. Die örtlichen und überwiegend auch die regionalen Verantwortlichen sind ehrenamtlich tätig. Der Sitz der Geschäftsführung befindet sich im Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung in Bad Tölz. Die Bergwacht führt den Rettungsdienst in den alpinen Einsatzbereichen, an unwegsamen Einsatzschwerpunkten und in Höhlen durch. Sie ergänzt in besonderen Fällen die weiteren Einheiten des Rettungsdienstes auch außerhalb ihrer Einsatzbereiche. Sie wird durch die Zweckverbände für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung auf der Basis des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes und öffentlich-rechtlicher Verträge mit der Durchführung des Rettungsdienstes beauftragt.  Die Bergwachtbereitschaft Passau/Dreisessel unterhält die “Unterstützende Bergrettungswache Passau” und die “Bergrettungswache Haidmühle am Dreisessel”. Das Haupteinsatzgebiet ist der Dreisesselberg und seine Umgebung. Im Winter sind das die Loipen um Altreichenau, auch der für Touren- und Schneeschuhgeher immer beliebter werdende Dreisesselberg, mit seiner sehr schönen, über 3km langen und über 400m hohen Naturabfahrt gehören im Winter zum Einsatzgebiet.

Im Sommer ist die Bereitschaft  für die Wander- und Radweg am Dreisessel zuständig. Die Klettergärten in Neuhaus am Inn und in Fischhaus (Teufelstein) fallen ebenfalls in den Einsatzleitbereich. Spezielle Kranbergungen oder im Allgemeinen Bergungen aus schwierigem, unzugänglichem Gelände, oder aus großen Höhen ist das Spezialgebiet der Bergwacht. Die Bergretter der Bergwacht Bayern verrichten ihren Einsatz ehrenamtlich. Die Bergwacht Bayern hat seit ihrer Gründung eine Vielzahl von  Entwicklungen und Anpassungsprozessen durchlaufen und steht auch heute einer Vielzahl neuer Herausforderungen gegenüber. Insbesondere vermehrte Einsatzzeiten durch zunehmenden Tourismus und  neue Einsatzschwerpunkte durch trendige Sportarten erfordern von der Bergwacht  eine intensive  Bergrettungsausbildung sowie spezialisierte Fortbildungen.

Die Ausbildung zum Bergretter oder Bergretterin dauert in der Regel bis zu drei Jahren. Dabei  durchlaufen die Anwärter die Basisausbildung der Disziplinen Sommerrettung, Winterrettung, Luftrettung, Notfallmedizin und Umwelt- und Naturschutz. Alle Ausbildungsabschnitte werden durch eine Prüfung abgeschlossen.

Sicherheit beim Schneeschuhwandern im Dreiländereck

Sicherheit beim Schneeschuhwandern im Dreiländereck am Dreisessel

Die ersten Schneeflocken rocken! Der Bayerwald wird in dieser Woche eingeschneit  – Schneeschuhgeher stecken in den Startlöchern.Da die Schneeschuhsaison direkt vor der Türe steht und in unserem Dienstgbeit am Dreisessel viel Schneeschuhwanderer unterwegs sind, möchten wir hier ein paar Informationen für Ihre Sicherheit zusammentragen:

12491790_1123232171054521_6603982016107933824_o

  • Anfänger sollten unbedingt auf den markierten Wanderwegen (sofern erkennbar) bleiben und vermeintliche Abkürzungen vermeiden (auch aus Gründen des Naturschutzes).
  • Machen Sie regelmäßig Pausen und trinken Sie viel, auch wenn Sie keinen Durst haben.
  • Kehren Sie rechtzeitig um.
  • Gehen Sie im Winter nicht alleine auf Tour!

SAMSUNG DIGITAL CAMERA

Stirnlampe/Licht
Die Tage im Winter sind kurz, und die Nacht bricht schneller herein als einem manchmal lieb ist. Wenn dann nicht gerade Vollmond ist, freut man sich, dass die Stirn- oder Taschenlampe mit dabei sind. Prüfen Sie vor der Tour die Akkus.

Orientierung: GPS, Landkarte und Kompass
helfen Ihnen bei der Lagebestimmung. Mittlerweile gibt´s auch günstige und gute GPS-Geräte. Aber denken Sie daran, dass die Kälte die Akkus lehr saugen wird. Sicherlich ist die Orientierung im Schnee und bei Nebel  nicht so einfach wie im Sommer. Wanderwege oder Pfade sind verschneit, die Landschaft und markante Bodenmerkmale sind nicht leicht zu erkennen. Aber keine Angst für das Problem gibt es ja GPS (Global Positioning System) – aber Sie müssen mit Ihrem Gerät auch umgehen können. Informieren Sie sich vor dem Start über Tourenverlauf, Geländeform usw.

Erste Hilfe & Notfall Utensilien

  • Verbandsmaterial
  • 2 Rettungsdecken
  • Traubenzucker
  • evtl- SAM-Splint
  • Schmerzmittel
  • Handy (am Körper tragen, sonst saugt die Kälte den Akku lehr!)
  • Handy mit aktivierten Ortungsdiensten bzw. GPS-Funktionen

Viele Schneeschuhwanderer sind heute im Besitz von Smartphones mit GPS-Funktion. Wir stellen bei unseren Einsätzen allerdings immer wieder fest, dass viele Schneeschuhwanderer nicht in der Lage sind, damit Koordinaten zu ermitteln und mitzuteilen.

Meist ist dazu die Installation eines zusätzlichen Apps notwendig. Die bloße Installation reicht aber nicht aus! Man muss sich mit dieser Materie auch befassen um im Notfall rasch die Standort-Koordinaten bestimmen zu können!

Deshalb unsere Bitte: Beschäftigen Sie sich intensiv mit Ihrem Handy, damit Sie im Notfall auch damit umgehen können!

Hilfe organisieren & Bergwacht alarmieren über den Notruf 112

Wenn Sie sich verlaufen haben oder sonstige professionelle Hilfe brauchen, dann bleiben Sie in der Gruppe zusammen. Setzen Sie den Notruf ab, dieser ist europaweit einheitlich: 112. Im Dreisesselgebiet werden Sie wahrscheinlich im tschechischen Netz einloggen, damit kommt Ihr Notruf in Tschchien an. Sie werden aber nach Deutschland weitergeleitet. Wenn Sie ein Smartphone haben aktivieren Sie unbedingt die Ortungsdienste bzw. GPS-Funktion in Ihren Einstellungen, die wir können Sie damit, falls Sie im deutschen Handynetz sind, evtl. orten. Die Ortung funktioniert nicht bei deaktiviertem GPS-Funktionen. Alternativ können Sie Ihre Position auch direkt der Rettungsleitstelle übermitteln, dies erleichtert unserer Suchmannschaft Ihr Auffinden ungemein.

Muss ich den Bergwachteinsatz in Bayern bezahlen ?

Die folgenden Aussagen treffen ausschließlich für die Bergwacht Bayern zu; Österreich, Schweiz und Schwarzwald haben andere Bestimmungen!
Jede Einsatzkraft leistet ihren Einsatz ehrenamtlich. In Artikel 36 des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes  wird geregelt, dass die Durchführenden der Berg- und Höhlenrettung sowie der Wasserrettung für ihre Leistungen Benutzungsentgelte erheben müssen. Die je nach Einsatzart unterschiedlichen Pauschalen wurden gemeinsam mit den Krankenkassen vereinbart.

  • Sogenannte „Notfalleinsätze Berg“ der Bergwacht Bayern
    Hierzu zählt die Rettung eines erkrankten oder verletzten Bergsportlers, der im Anschluss ärztlich behandelt werden muss. Auf Basis des Sozialgesetzbuches V werden diese Kosten je nach Aufwand durch die Krankenkassen mit definierten Pauschalen erstattet.   Es fallen keine weitere Kosten seitens der Bergwacht Bayern an.
  • Sogenannte „Sondereinätze Berg“ der Bergwacht Bayern
    Bei diesen besonderen Einsätzen können die Krankenkassen keine Leistungen übernehmen. Die entsandenen Kosten müssen pauschal mit den Betroffenen oder Angehörigen verrechnet werden. Aber keine Angst, die Bergwacht stürzt normalerweise niemanden in den Ruin.

444 € Spende für die Bergwacht Passau/Dreisessel

Über einen weihnachtlichen Geldsegen konnte sich die Bergwachtbereitschaft Passau/Dreisessel freuen. Das Haarstudio Magic Style Melanie Reischl aus Wegscheid sammelte über den vorweihnachtlichen Losverkauf den Betrag als Spende für die Bergwacht. img_0039

Die Bereitschaft kann das Geld dringend gebrauchen für den Erhalt der Notfallrucksäcke und für die Überprüfung der Pulsoxymeter.

fullsizerender2

Stefan Berger bedankte sich im Namen der Bergwacht Passau/Dreisessel für die großzügige Spende.

Die Bergwachtbereitschaft Passau/Dreisessel unterhält die “Unterstützende Bergrettungswache Passau” und die “Bergrettungswache Haidmühle am Dreisessel”. Das Haupteinsatzgebiet ist der Dreisesselberg und seine Umgebung. Im Winter sind das die Loipen um Altreichenau, auch der für Touren- und Schneeschuhgeher immer beliebter werdende Dreisesselberg, mit seiner sehr schönen, über 3km langen und über 400m hohen Naturabfahrt gehören im Winter zum Einsatzgebiet.