Einsatz am Dreisessel

Am 27.07.2020 um 17.00 Uhr alarmierte uns die ILS Passau zu einem Einsatz am Dreisessel. „Person männlich verletzt“ lautete die Einsatzmeldung.

Da nicht ganz klar war, wo sich der Verletzte genau befindet wurde durch den Einsatzleiter ein Rettungshubschrauber nachalarmiert. Christoph 15 aus Straubing mit Aussenrettungswinde war bei einem anderen Einsatz gebunden. So kam Europa 3 zum Einsatz.

Dieser nam am Dreisesselhaus einen Bergretter auf und startete einen Überflug. In der Zwischenzeit kamen die ersten Bergretter zu Fuß beim Patienten an und begannen mit der Erstversorgung. Im Schwebeflug wurde der Patient aus München dann nach unserer Erstversorgung am Stifter-Steig in der Nähe des Steinernen Meeres aufgenommen und zur weiteren Versorgung in das Klinikum Passau geflogen.

Dem Patienten wünschen wir gute Besserung !

Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit Europa 3!

Staatsminister Sibler: „Respekt vor hohen ehrenamtlicher Leistung“

Bergwachtler zeigen Fortschritt der Sanierung der Bergrettungswache am Dreisessel – bisher 1140 Stunden ehrenamtliche Arbeitsstunden

Dreisessel/Landkreis Freyung-Grafenau/Passau. Es war eine wahrlich hochkarätige Gästeliste, die einen Besuch an der  Bergrettungswache der örtlichen Bergwacht am Fuße des Dreisessels gemacht hatte. Grund: Die Sanierung der Bergrettungswache der BRK-Bergwacht Passau am Dreisessel.

v.l.n.r.: 
Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, stellv. Bereitschaftsleiter Hans-Peter Dersch, MdB Thomas Erndl, Bürgermeisterin krisitna Urmann, 2. Stellv. Bereitschatfsleiter Christian Blaum, Architekt Roland Schuster, Bereitschaftsleiter Stefan Berger, Reginalleiter Robert Heilig, Stattsminister Bernd Sibler, Ehrenregionalleiter Manfred Falkner, MdL und BRK Kreisvosritzender Walter Taubeneder, Ehrenbereitschaftsleiter Thomas Graf, Oberbürgermeister Jürgen Dupper, Landrat Sebastian Gruber, Landrat Raimund Kneidinger, Geschäftsführender Vositzender der Stiftung Bergwacht Martin Pauli, MdL Manfred Eibl, Bezirksrat Josef Heisl, MdL Max Gibis

v.l.n.r.:
Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, stellv. Bereitschaftsleiter Hans-Peter Dersch, MdB Thomas Erndl, Bürgermeisterin krisitna Urmann, 2. Stellv. Bereitschatfsleiter Christian Blaum, Architekt Roland Schuster, Bereitschaftsleiter Stefan Berger, Reginalleiter Robert Heilig, Stattsminister Bernd Sibler, Ehrenregionalleiter Manfred Falkner, MdL und BRK Kreisvosritzender Walter Taubeneder, Ehrenbereitschaftsleiter Thomas Graf, Oberbürgermeister Jürgen Dupper, Landrat Sebastian Gruber, Landrat Raimund Kneidinger, Geschäftsführender Vositzender der Stiftung Bergwacht Martin Pauli, MdL Manfred Eibl, Bezirksrat Josef Heisl, MdL Max Gibis

Angefangen bei Staatsminister Bernd Sibler, der gleichzeitig BRK-Bezirksvorsitzender in Niederbayern ist, über den Bundestagsabgeordneten Thomas Erndl, die Landtagsabgeordneten Max Gibis, Manfred Eibl und Walter Taubeneder, ebenfalls Funktionsträger beim BRK, nämlich Vorsitzender des Kreisverbandes Passau. Dann waren da noch Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Bezirksrat Josef Heisl, die Landräte Sebastian Gruber und Raimund Kneidinger sowie Oberbürgermeister Jürgen Dupper und Bürgermeisterin Kristina Urmann – allesamt haben sie sich von den Bergwachtlern auf deren Einladung über den Fortschritt der Sanierungsmaßnahme aufklären lassen.

„Wir haben hier bisher 1140 Stunden ehrenamtliche Arbeit reingesteckt“, will Bereitschaftsleiter Stefan Berger gleich vorwegschicken. Die Bergwachtbereitschaft Passau/Dreisessel ist seit etwa sechs Wochen daran, das Gebäude auf Vordermann zu bringen. „Zuerst sollte eigentlich nur das alte Dach runter und ein neues Blechdach rauf – immerhin waren die Balken schon komplett marode und bei Regen hatten wir Wasser in der Hütte“, so Berger. Allerdings sollte es das bei weitem nicht gewesen sein: Zwischenzeitlich musste die Elektrik neu gemacht werden, ebenso die Wasserleitungen im Haus. „Jetzt geht es noch an den Innenausbau.“ Alles in Eigenleistung – man sei dennoch auf Spenden angewiesen, schließlich müsse das gesamte Material ja auch bezahlt werden. „Und da haben wir leider noch ein großes Loch zu stopfen. Die Finanzierungslücke bewegt sich im fünfstelligen Bereich“, will es Stefan Berger nicht verpassen, seinen Gästen die Botschaft mit auf den Weg zu bringen.

Vor gut zwei Jahren habe man bereits mit den Planungen angefangen, jetzt werden sich die Arbeiter sicher noch über den Jahreswechsel ziehen. „Es war wirklich dringend notwendig, dass etwas passiert und wir sind wirklich stolz auf die großartige Leistung der Bergwacht. Denn um gute Arbeit vor Ort leisten zu können, müssen auch die entsprechenden Voraussetzungen passen“, betont auch MdL Walter Taubeneder in seiner Funktion als Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes Passau.

„Die Bergwacht ist wichtig. Wir alle sehen die Herausforderungen, die es am Berg gibt und da ist eine professionelle helfende Hand immens wichtig“, so Staatsminister Bernd Sibler. Die sogenannten Vorhalteleistungen am Berg seien kein Freizeitspaß, sondern unabdingbar notwendig. „Die Sache muss passen: Fachliche Kompetenz und auch die entsprechende Ausstattung“, will Sibler weiter betonen, verbunden mit seinem Respekt vor der hohen ehrenamtlichen Leistung die die Bergwachtler im Rahmen der Sanierung leisten würden. „Das zeigt einmal mehr die Qualität des ländlichen Raumes.“

Auch Landrat Sebastian Gruber schätzt die Bergwacht Passau/Dreisessel als Partner in der Region: „Die Attraktivität der Region, speziell auch hier am Dreisessel, nimmt weiter zu und hier haben wir zusammen die Verantwortung die Besucher und Gäste bei uns entsprechend zu lenken und Sicherheit zu geben.“

Bevor sich die Runde ein Bild von den Sanierungsmaßnahmen machte, wollte es Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper nicht verpassen noch einen Spendenscheck an die Bergwacht zu überreichen: „Es ist ja zum Teil auch die Bergwacht Passau, die hier tätig ist – deswegen pflegen wir auch eine enge Beziehung zu den Bergwachtlern. Und eigentlich bin ich es gewohnt, dass ich ein bisschen was mitbringe, wenn ich die Bergwacht besuche, diesmal in Form eines Spendenschecks, damit es hier weitergehen kann.“

Einsatz in Erlau

Gegen 18.00 Uhr alarmierte uns die Leitstelle Passau zu einem Einsatz in die Donauleiten nach Erlau. Person in unwegsamen Gelände lautete die Einsatzmeldung.

Nach kurzer Erkundung der Lage konnten wir den verstiegenen Patienten mittels Statikseilsatz und Gebirgstrage aus seiner misslichen Lage befreien und zur weiteren Versorgung dem Rettungsdienst übergeben.

Bergwacht rettet kollabierte 11-jährige am Dreisessel

Heute um 13.00 Uhr wurde die Bergwacht Passau/Dreisessel von der Integrierten Leitstelle Passau zu einem Kreislaufkollaps am Goldsteig nähe Hochstein alarmiert.

Eine Ministrantengruppe aus Freising war zu einer Wanderung auf den Aussichtsberg im Dreiländerreck aufgebrochen. Während dieser Wanderung kollabierte eine 11-jährige Ministrantin und wurde bewusstlos.

Einige Mitglieder der Gruppe machten sich auf den Weg zum Dreisesselhaus, um vom Hüttenwirt den Notruf absetzen zu lassen. Nach Klärung des genauen Ortes der Notfallstelle wurden die Informationen über die Leitstelle direkt an die Bergwacht weitergegeben.

Die vor Ort an der Bergrettungswache Dreisessel diensthabenden Bergretter rückten sofort mit dem Bergrettungsfahrzeug Haidmühle 81/1 aus.

Währenddessen alarmierte der Bergwacht-Einsatzleiter „Unterer Bayerischer Wald“ den Rettungshubschrauber Christoph 15 aus Straubing um eine schnelle Windenbergung durchführen zu können.

Bei Ankunft der ersten Bergretter an der Einsatzstelle stellte sich der Verdacht auf einen anaphylaktischen Schock ein. Die Bergretter leiteten noch im Gelände die Erstversorgung der Patientin ein. Der nachgerückte Bergwacht-Notarzt übernahm sodann die Behandlung der Patientin.

Gleich im Anschluss wurde der Hubschrauber-Notarzt aus dem Christoph 15 zur Patientin abgewincht. Gemeinsam wurde die Behandlung und Versorgung der Patientin fortgeführt, der Hubscharauber flog währenddessen zum Zwischenlandeplatz am Dreisessel. Nach dem Verpacken des jungen Mädels in den Luftbergesack flog Christoph 15 erneut zur Einsatzstelle und winchte sie mitsamt dem Notarzt nach oben und flog zum Zwischenlandeplatz zur weiteren Versorgung. Zuletzt wurde die Patientin in die Kinderklinik nach Passau geflogen.

Die Bergrettungswache braucht ein neues Dach

BRK-Bergwacht baut auf Unterstützung aus der Bevölkerung

Landkreis Passau. Die Bergwachtler – immer dann an Ort und Stelle, wenn andere Rettungsorganisationen nicht weiterkommen. „Überall dort, wo der Landrettungsdienst und die Feuerwehr an ihre Grenzen stoßen werden wir durch die ILS Passau alarmiert. Wir sind der Rettungsdienst für unwegsames Gelände“, so Stefan Berger von Bergwacht Passau/Haidmühle. Sei es im Rahmen von Einsätzen in den Donau- und Innleiten zur Rettung verletzter oder abgestürzter Wanderer, des Katastrophenschutzes bei Hochwasserlagen oder für regelmäßige Einsätze am Dreisessel und im Ilztal.

Doch um weiterhin umfassend helfen zu können, ist die Bergwacht auf Hilfe angewiesen. Denn die Bergrettungswache am Dreisessel benötigt dringend ein neues Dach, auch eine neue Garage für die Einsatzfahrzeuge und Ausrüstung in Neureichenau muss her. „Insgesamt sprechen wir hier von einer Summe um 80.000 Euro. Unsere Bergrettungswache am Dreisessel ist in die Jahre gekommen. Wir müssen in Kürze das Dach komplett sanieren, um weitere Schäden der Bausubstanz zu verhindern. Zudem brauchen wir wegen Eigenbedarf des bisherigen Vermieters eine neue Garage für unsere Gerätschaften“, so Berger weiter. Der Rückhalt seitens der Landräte aus Freyung-Grafenau und Passau, sowie Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper ist der BRK-Bergwacht Passau/Haidmühle bereits sicher. „Wir wissen, was wir an unserer Bergwacht haben“, so Dupper. Auch Freyung-Grafenaus Landrat Sebastian Gruber betont: „Als Landkreis sehen wir es als unsere Pflicht hier mitanzupacken, damit die Bergrettung weiterhin ihren Dienst an der Bevölkerung und zum Wohle aller leisten kann.“

Die Bergwacht Bayern ist eine ehrenamtliche traditionsreiche Organisation, die seit ihrer Gründung vor rund 100 Jahren eine Vielzahl von Entwicklungen durchlaufen hat und immer wieder vor neuen Herausforderungen steht. Verändertes Freizeitverhalten der Bevölkerung und zunehmender Naturtourismus bedeuten eine stärkere Belastung – auch für die Bergwacht-Bereitschaft. „Obwohl die Umsetzung rein in Eigenleistung erfolgen wird, gibt unser Regelbudget die Materialkosten für das Dach und eine neue Garage nicht her. Um die Instandsetzung dennoch durchführen zu können, wollen wir die erforderlichen finanziellen Mittel mit einer Spendenaktion zusammenbringen“, erklären die Bergwachtler, angesiedelt beim BRK-Kreisverband Passau. So richtet sich die Bitte um Unterstützung auch an die breite Öffentlichkeit: „Wir sind auf Spenden angewiesen, damit wir die Voraussetzungen für unsere ehrenamtlichen Einsatzbereiche aufrechterhalten können“, erklärt Stefan Berger.

Spendenkonto: Sparkasse Passau, IBAN: DE78 7405 0000 0240 000133, BIC: BYLADEM1PAS

Foto (Stefanie Starke): Vertreter der Bergwacht Passau/Haidmühle haben am Rande eines Gesprächstermins im BRK-Kreisverband offiziell das Spendenschreiben an die Landräte von Passau und Freyung-Grafenau, sowie Passaus Oberbürgermeister ausgehändigt – (v.l.) BRK-Kreisgeschäftsführer Horst Kurzböck, Bergwachtler Thomas Graf, Bergwachtler Stefan Berger, Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper, Freyung-Grafenaus Landrat Sebastian Gruber, Passau stellvertretender Landrat Klaus Jeggle und Bergwachtler Manfred Falkner.

Die Bergwacht – früher wurde der Berg von uns bewacht

Bergwachtler geben Einblick in ihre Arbeit und werben um Mitglieder

Dreisessel. Man muss Skifahren können, sollte keine Höhenangst haben, Bergsteigen können, in Sachen Notfallmedizin am Ende fit sein und dabei Spaß und Freude haben – dafür gilt es eine etwa zwei- bis dreijährige Ausbildung zu durchlaufen! „Ihr müsst üben, üben üben – was immer ihr macht, ihr müsst sicher darin sein“, so Stefan Berger, Mitglied der Bergwacht Passau/Haidmühle.

Bei einem Informationsabend rund um die Arbeit der BRK-Bergwacht haben sich knapp 15 Interessierte auf dem Dreisesselhaus eingefunden und dem Vortrag zum vielschichtigen Aufgabenfeld gelauscht. Wo früher die Bergwacht eingesetzt wurde, um den Berg zu bewachen, gestaltet sich das Aufgabenfeld heute vielschichtig und verlangt eine umfangreiche Ausbildung: „Winter- und Sommerausbildung, Notfallmedizin, Naturschutzausbildung und auch die Luftrettung nehmen heutzutage einen großen Bereich im Rahmen der Ausbildung zum Bergwachtler ein – man kann schon erkennen, dass ist nicht auf 14 Tage zu erledigen“, erklärt Berger gleich eingangs. „Aber die Ausbildung ist einfach wichtig, denn wir müssen uns aufeinander verlassen können.“ Am Schluss sollte ein Bergwachtler rauskommen, der in der Lage ist, einen Verletzten richtig zu versorgen und beispielsweise mit dem Akia zum Rettungsdienst oder zum Hubschrauber zu fahren.

Von der Bergwacht ist viel zu erwarten, vor allem in Sachen Ausbildung. Aber was erwartet die Bergwacht von ihren Mitgliedern? – Zeit! „Wir suchen tatkräftige Unterstützer, die auch die Möglichkeit haben, wenn der Piepser geht, von der Arbeit wegzukommen und die Interesse haben sich einzubringen“, so Stefan Berger weiter.

„Was kostet die Mitgliedschaft?“, „Was ist, wenn ich von der Arbeit nicht weg darf?“ und „Wo sind in erster Linie die Einsätze?“ – das waren nur einige Fragen, die auf die Bergwachtler beim Informationsabend eingeprasselt sind. Nach einer Fragerunde ist es dann an das Einsatzmaterial gegangen: Klettergurt, Helm, Seilmaterial, die richtigen Schuhe, der Notfallmedizinrucksack sowie der Luftrettungssack – es gehört viel zum Equipment eines Bergwachtlers. Die Ausbilder und passionierten Bergwachtler haben außerdem Einblick in einige Einsätze und ihre Erlebnisse aus dem Rettungsalltag gegeben – „Es macht große Freude zu helfen“, so einer der Bergwachtler.

„Mich interessiert es schon sehr, vor allem weil man das machen kann, was man eh gerne in der Freizeit macht und dabei auch noch Menschen helfen kann!“, so ein Interessent abschließend.

Fotos (Stefanie Starke): Beim Infoabend der BRK-Bergwacht auf dem Dreisessel.

Spezialausstattung Massenanfall von Notfallpatienten und Betroffenen im unwegsamen Gelände (MANV)

Die Bergwacht Passau/Dreisessel wurde kürzlich im Rahmen eines Pilotprojektes der Bergwacht Bayern mit einer Spezialausstattung „Massenanfall von Notfallpatienten und Betroffenen im unwegsamen Gelände“ ausgestattet.

Lukaas Wallisch mit dem neuen MANV-Anhänger

„Diverse Einsatzszenarien in der Vergangenheit, wie beispielsweise das Zugunglück in Bad Aibling, haben gezeigt, dass die Rettung bei einem Massenanfall im unwegsamen Gelände eine logistische Herausforderung darstellen kann – beim Großeinsatz in Bad Aibling wurden beispielsweise Hubschrauber mit Rettungswinde als Shuttle von der Unglücksstelle zum Behandlungsplatz eingesetzt“, weiß stellvertretender Bereitschaftsleiter Stefan Berger.

„Diese speziellen Rettungsverfahren erfordern spezielles Rettungsgerät – und vor allem muss das Material zeitnah in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen“.

Alle bayerischen Bergwachten und die Luftrettungsbetreiber sind grundsätzlich mit Luftrettungsbergesäcken ausgestattet. „Die Kunst bei dieser Art von Unglücksfällen besteht allerdings darin, große Mengen an Rettungsgerät schnell an der Einsatzstelle bereitstellen zu können“ erklärt Berger.

Dieses Thema hat die Bergwacht Bayern aufgegriffen und ein Pilotprojekt ins Leben gerufen – die Bergwacht Passau/Dreisessel wurde mit einem Anhänger ausgestattet, in dem insgesamt 10 Luftrettungsbergesäcke und weiteres Material für den Massenanfall von Notfallpatienten vorgehalten wird. Die Bergwacht Passau/Dreisessel kann mit diesem Material rund um die Uhr überregional angefordert werden und verbringt die Zusatzausstattung entweder bodengebunden zur Einsatzstelle, oder übergibt die Ausstattung an einen Hubschrauber, der das Material dann zum Einsatzort bringen kann.

Trainiert werden die Verfahren der verschiedenen Flugmuster im weltweit einzigartigen Ausbildungszentrum der Bergwacht Bayern in Bad Tölz im Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung.

Die standardisierten Verfahren werden in der Ausbildung zur aktiven Bergwachteinsatzkraft trainiert und geprüft. Jährlich muss eine aktive Einsatzkraft zur Rezertifizierung Luftrettung im Simulationszentrum.

Die Einsatzkräfte der Bergwacht Passau/Dreisessel trainieren auch heuer wieder am Tag des Sports bei einem Echtflugtraining am Dreisessel.

Bergwacht rettet Verletzten am Dreisessel


Bergretter bei langwierigem nächtlichen Einsatz am Dreisessel gefordert

In der Nacht von Samstag auf Sonntag alarmierte die Rettungsleitstelle Passau gegen 01.30 Uhr die Bergwacht Passau/Dreisessel und den Einsatzleiter Bergwacht Unterer Wald zu einem Einsatz am Dreisessel. Ein Fußgänger sei am sogenannten Witikosteig gestürzt und könne nicht mehr weiter gehen. Die Begleiter hatten den Notruf über die 112 abgesetzt.

Nach knapp einer Stunde Suche erreichten im Dunkeln die ersten Bergretter den Patienten. Der Patient wurde mittels Schienung und Vakuummatratze im Bergesack versorgt.

Per Fußmatsch wurde der Verletzte zum Schneefahrzeug (ATV) verbracht, mit diesem weitertransportiert und letztendlich dem Landrettungsdienst am oberen Dreisesselparkplatz übergeben. Er wurde in das Krankenhaus Freyung eingeliefert. Erschwert hatte den Einsatz, dass auf dem Steig sehr viele Bäume quer liegen, was den Einsatz für die Helfer verzögerte.    

Gegen 04.30 Uhr endete der Einsatz für die ehrenamtlichen Helfer. Unterstützt haben zwei Kameraden der Bergwacht Hauzenberg/Waldkirchen.

Winterprüfung am Arber erfolgreich bestanden

Bergwacht-Anwärter bestehen Winterprüfung am Arber am 17.02.2019

Am  Samstag, den 17. Februar fand die diesjährige Winterprüfung der Region Bayerwald am Großen Arber statt. Fünf Anwärter der Bergwacht Passau/Dreisessel nahmen daran teil und konnten nach dem schriftlichen Test alle praktischen Prüfungsteile meistern.

Dank der hervorragenden Ausbildung in der Bereitschaft bestanden alle fünf Anwärter (Regina und Dr. Stefan Paleczek, Vitus Brandl, Felix Hallhuber und Katharina Sollfrank) die Winterprüfung der Bergwacht Bayern.

Sie stellten ihr Können bei einer Patientenversorgung auf der Skipiste unter Beweis, wobei nach erfolgreicher medizinischer Versorgung verschiedener Verletzungsmuster die „Patienten“ im Akja gelagert und anschließend auf Skiern zur Talstation abtransportiert wurden.

Gleichzeitig konnten damit die Anwärter Regina und Stefan Paleczek und Felix Hallhuber ihre intensive dreijährige Ausbildung zur Aktiven Einsatzkraft der Bergwacht Bayern abschließen. Sie stehen nun als ausgebildete Bergretterinnen für landgebundene Rettungseinsätze in unwegsamen Gelände und Luftrettungen bei Windeneinsätzen zur Verfügung.

Die Bereitschaftsleiter Thomas Graf und Stefan Berger freuen sich über weitere bestens ausgebildete Bergretter, die für den Dienst an der Bergrettungswache am Dreisessel zur Verfügung stehen: „Ein besonderer Dank gilt hier unseren ehrenamtlichen Ausbildern Peter Lang, Wolfgang Huber und Manfred Falkner in der Bergwacht-Bereitschaft, ohne deren Einsatz eine praxisnahe Winter-Ausbildung nicht möglich wäre“.

Die Bereitschaftsleiter Graf und Berger unisono: „Ohne unser überaus engagiertes und hochmotiviertes Ausbilderteam wäre eine so zeitintensive Ausbildung nicht möglich“.

Die Ausbildung zum Bergretter oder Bergretterin dauert in der Regel bis zu drei Jahren. Dabei werden verschiedene Disziplinen durchlaufen: Sommerrettung, Winterrettung, Luftrettung, Notfallmedizin und Umwelt- und Naturschutz. Alle Ausbildungsabschnitte werden durch eine Prüfung abgeschlossen.