„Abgestürzte Person am Ebenstein“ – so lautete die Einsatzalarmierung am Samstag Nachmittag für die Einsatzkräfte.

Die Feuerwehr Gottsdorf mit 9 Mitgliedern der Höhensicherungsgruppe, die Höhensicherungsgruppen der Feuerwehren Ederlsdorf (7 Teilnehmer) und Thalberg/Meßnerschlag (3 Teilnehmer) übten zusammen mit den Rettungskräften (19 Bergretter:innen) der Bergwacht Passau/Dreisessel am „Ebenstein“ bei Gottsdorf in den Donauleiten. Auch die KBM Johann Stemplinger und Klaus Schurm beobachteten im Beisein von 2. Bürgermeister Manfred Falkner die „Rettungsaktion“.  

Ausgerichtet und geplant hatte die groß angelegte Übung die Feuerwehr Gottsdorf um Kommandant Andreas Pilsl zusammen mit der Bergwacht Passau/Dreisesel mit Bereitschaftsleiter Stefan Berger und seinem Team.  

Vor Ort stellten die ersteintreffenden Einsatzkräfte fest, dass zwei weitere Personen sich in einer Notlage befinden. So waren insgesamt drei „Patienten“ aus dem absturzgefährdeten Bereich am Ebenstein zu retten. Eine „verletzte Geocacherin“ hing bewusstlos direkt unterhalb der dortigen Kapelle im Seil. Sofort wurde eine Kapprettung und die medizinische  Erstversorgung an Ort und Stelle durch die Bergretter durchgeführt. Gemeinsam mit Höhensicherern und Bergrettern wurde die „Verletzte“ dann mittels Seil und Flaschenzug nach oben transportiert.   

Gleichzeitig konnten zwei weitere „abgestürzte Personen“ gesichtet werden. Während es sich einerseits um einen „Leichtverletzten“ handelte, welcher durch die Höhensicherer nach der medizinischen Erstversorgung durch die Bergwacht nach oben gerettet wurde, gab es ein weiteres abgestürztes schwertverletztes „Opfer“ zu retten. Diese Aufgabe übernahmen die Bergretter. Beim Erstkontakt stellte sich heraus, dass es sich um ein „Polytrauma mit Wirbelsäulenverletzung“ handelte. Kreislaufstabil wurde der Patient wirbelsäulenschonend in die Vakuummatratze und Luftrettungssack im absturzgefährdeten Bereich umgelagert. Gleichzeitig wurde vom Rest des Teams ein sehr aufwendiger „Schrägaufzug“ zum schonenden Abtransport nach oben vorbereitet. 

Die Übung hat gezeigt, wie wichtig der persönliche Kontakt zwischen den Rettungskräften ist. „Gemeinsame Übungen sind von immensem Vorteil für alle Hilfsorganisationen. Wir können voneinander nur profitieren“, waren sich Kommandant Pilsl und Bergwacht-Bereitschaftsleiter Berger einig. 

Anschließend wurde im Feuerwehrhaus Gottsdorf auf Einladung der örtlichen Feuerwehr gegrillt und bei einem gemütlichen Beisammensein gegenseitig Erfahrungen ausgetauscht und Kameradschaft gepflegt, bevor das heranziehende Unwetter die Einsatzkräfte der Feuerwehren forderte.   

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