Bürgermeisterin Urmann Fördermitglied der Bergwacht Passau/Dreisessel

Prominente Unterstützung erfährt die Bergwacht Passau/Dreisessel nun durch Neureichenaus Bürgermeisterin Kristina Urmann. Sie unterschrieb einen Antrag zur Aufnahme als Fördermitglied. Mit dem jährlichen Beitrag unterstützt sie von nun an die jährlich steigenden laufenden Kosten der Bergwacht.
Bereitschaftsleiter Stefan Berger erläuterte ihr die Finanzierungsstrukturen der Bergwachtbereitschaft: „Die jährlichen Ausgaben für KFZ-Versicherungen, Treibstoff, Fahrzeug-Reparaturen, Versicherungen für die Aktiven Einsatzkräfte und Anwärter steigen immer weiter. Die uns zur Verfügung stehenden Mittel reichen derzeit nicht mehr aus, um die laufenden Kosten zu decken. Deswegen sind wir immens auf Fördermitglieder angewiesen.“

Bürgermeisterin Kristina Urmann unterschrieb den  Antrag zur Fördermitgleidschaft der Bergwacht Passau/Dreisessel
Bürgermeisterin Kristina Urmann unterschrieb den Antrag zur Fördermitgliedschaft bei der Bergwacht Passau/Dreisessel

Daraufhin ließ es sich die Bürgermeisterin nicht nehmen, Fördermitglied bei der für ihren Hausberg Dreisessel zuständigen Bergwacht zu werden.
„Unsere Bergwacht am Dreisessel ist uns extrem wichtig, sie sorgen für Sicherheit am Berg, sowhl für Einheimische als auch für unsere geshätzten Gäse aus Nah und Fern“, so Kristina Urmann. „Die Attraktivität gerade am Dreisessel nimmt weiter zu, deswegen ist es mir ein persönliches Anliegen, unsere Bergwacht zu unterstützen.“

Info´s zur Fördermitgliedschaft

Wie viel kostet die Fördermitgliedschaft?

Ab 30 € jährlich könnt ihr Fördermitglied werden bei uns. Die weitere Höhe legt ihr selber fest, manche spenden 100 € jährlich, manche 50 €, das ist ganz unterschiedlich. Minimum sind 30 € für die Fördermitgliedschaft

Was muss ich tun um Fördermitglied zu werden?

Am einfachsten diesen Förderantrag ausfüllen: http://bergwacht-passau.org/…/Foerderantrag_Bergwacht… … und uns zukommen lassen.

Kann ich auch einmalig spenden?

Ja, natürlich freuen wir uns auch darüber. Hier ist das Online-Spendenformular:https://bergwacht-passau.org/forderer-werden/

Was passiert mit meinem Geld?

Du hilft uns…

– die Bergrettung auf ehrenamtlicher Basis in unserem Einsatzgebiet sicherzustellen.
– unsere ehrenamtliche Arbeit auszuüben.
– unsere intensive Aus- und Fortbildung durchzuführen.
– die notwendigen technischen und medizinischen Geräte zu beschaffen und zu pflegen

Welchen Vorteil habe ich als Fördermitglied ?

– kostenloser, weltweiter Rückholdienst für Sie und Ihre Familie
– steuerliche Vorteile durch Deine Spende
– variable Höhe der Spende

Bergwacht rettet verletzte Einheimische aus dem Steinernen Meer

Heute um 16.31 Uhr alarmierte die Leitstelle Passau die zuständige Bergwacht Passau/Dreisessel und den Bergwacht Einsatzleiter Unterer Bayerischer Wald zu einer verletzten Person am Dreisessel.

In der ersten Einsatzmeldung hieß es, eine Person sei im „Steinernen Meer“ gestürzt und habe sich am Sprunggelenk verletzt, könne deswegen nicht mehr weitergehen. Nach einer Ortung stellte sich aber schnell heraus, dass die Person am Seesteig lag und mit der beschriebenen Verletzung nicht mehr weitergehen konnte. Aufgrund der einbrechenden Dunkelheit kam eine Rettung mittels Hubschrauber und Winde nicht in Frage. So kam nur eine aufwändige Rettung der Verletzen mittels Gebirgstrage und Bergesack in Frage. Nach der Erstversorgung der Patientin vor Ort wurde die Einheimische mittels Gebirgstrage zum Bergrettungsfahrzeug Haidmühle getragen, mit diesem nach Frauenberg vom Berg ins Tal zur Übergabe an den Landrettungsdienst gebracht. Dieser transportierte die Patientin in das Krankenhaus Wegscheid.

Für den anstrengenden Transport mittels Gebirgstrage waren über 20 Bergretterinnen und Bergretter  der Bergwacht Passau/Dreisessel im Einsatz. Die Bergwacht weißt an dieser Stelle darauf hin, dass der Berg durch die vielen Besucher und Rodler stellenweise vereist und sehr rutschig ist. Entsprechendes Schuhwerk, Stöcke und eventuell Spikes oder Schneeketten für Schuhe sind derzeit von Vorteil.

Profitiere von den Vorteilen einer Bergwacht-Fördermitgliedschaft !

…und unterstütze unsere ehrenamtliche Arbeit!

Was geschieht bei einem längeren Aufenthalt im Krankenhaus, weit entfernt von zuhause? Eine Situation also, vor der alljährlich Tausende stehen.

Die vertraute Umgebung fehlt, der Besuch naher Angehöriger oder Freunde ist kaum möglich und eine Verlegung in eine Klinik am Heimatort – auf eigene Rechnung – übersteigt oft die finanziellen Möglichkeiten.

Diese Lücke schließt nun die Bergwacht Bayern.

https://www.bergwacht-bayern.de/fileadmin/bilder/Regionen/Allgaeu/Hinterstein/Info_Rueckholdienst.pdf

Paralleleinsätze für die Bergwacht am vereisten Dreisessel

Heute um 14.45 Uhr alarmierte die Leitstelle Passau die zuständige Bergwacht Passau/Dreisessel und den Bergwacht Einsatzleiter Unterer Bayerischer Wald zu einer verletzten Person am Dreisessel.

In der ersten Einsatzmeldung hieß es, der Verletzte sei in der Nähe des Dreisesselhauses zu finden. Nach einer Ortung stellte sich aber schnell heraus, dass die Person weiter entfernt am Bayerischen Plöckenstein lag und mit einer Knieverletzung nach Sturz auf dem Eis nicht mehr weitergehen konnten. Auf dem Weg zum Patienten konnten die Bergwachtler einen weiteren Patienten nach Sturz auf dem Eis mit Sprunggelenksverletzung auffinden. Die vom Einsatzleiter angeforderten Hubschrauber Christoph 15 aus Straubing und Europa 3 aus Suben konnten  aufgrund des dichten Nebels in den Tallagen nicht aufsteigen. So kam nur eine aufwändige terrestrische Rettung der beiden Verletzen mittels Gebirgstrage und Bergesack in Frage. Der Einsatzleiter alarmierte zur Tragehilfe die Bergwacht Hauzenberg nach. Der erste Patient unweit der Straße wurde vom Rettungsdienst der Malteser erstversorgt und durch die Bergwacht Dreisessel abtransportiert bis zum Rettungswagen auf der Teerstraße, von wo dieser in ein Krankenhaus verbracht wurde.

Der zweite Patient am Bayerischen Plöckenstein wurde durch die Einsatzkräfte der Bergwacht Passau/Dreisessel erstversorgt und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in ein entsprechendes aktives Wärmeerhaltungssystem gepackt und sodann mittels Gebirgstrage bereits in der Dunkelheit abtransportiert.  Auf etwa Hälfte der Strecke kamen die Kameraden aus Hauzenberg entgegen und lösten die Einsatzkräfte mit Tragehilfe auf den eisigen Steigen ab. Der Patient wurde ebenfalls an der Straße an den BRK Rettungswagen aus Neureichenau übergeben und von dort zur Weiterversorgung in ein Krankenhaus gefahren.

Landarztmacher zu Gast bei der Bergwacht am Dreisessel

Im Rahmen des Projekts „LandArztMacher“, dessen Ziel es ist, angehende Mediziner für das Leben als Landarzt in der Region zu begeistern, fand am Wochenende ein Projekttag bei der Bergwacht am Dreisessel statt.

Organisiert hatten den Projekttag die Bergwachtbereitschaften Passau/Dreisessel und Wolfstein, welche im Winter im Skigebiet Mitterfirmansreut eine enge Dienstgemeinschaft pflegen.

Den knapp 30 teilnehmenden angehenden Medizinern aus ganz Deutschland sollte so die Möglichkeit geboten werden, sich hautnah über die Arbeit der Bergwacht, die praktikable präklinische Diagnostik und Versorgung eines Patienten in der freien Natur, also außerhalb des vertrauten Klinikumfelds mit hochspezialisierter Technik, zu informieren.

Bereitschaftsleiter Stefan Berger von der Bergwacht Passau/Dreisessel begrüßte zusammen mit Christian Kerschbaum von der Bereitschaft Wolfstein die Teilnehmer bei eisiger Kälte am Parkplatz und stellte das Programm des Tages vor. „Auf euch wartet ein interessanter und spannender Tag am Berg, denkt daran, dass bei so einer Wanderung immer mal das eine oder andere passieren kann“, so Berger bei der Begrüßung.

Start der Wanderung zum Dreisessel war die Bergrettungswache am Dreisessel. Über verschiedene Wanderwege ging es Richtung Hochstein. Nach über einer Stunde Wanderung mit vielen Informationen über Tier- und Pflanzenwelt des Naturschutzgebietes Hochwald und über die Arbeit und Ausbildung der Bergwacht „passierte“ es dann: 

Auf dem steilen und letzten Anstieg zur Nepumuk-Kapelle  eine Teilnehmerin klagte über Schwindel,  „kollabierte“ und verletzte sich dabei am Kopf. Geistesgegenwärtig eilen direkt einige Studenten aus der Gruppe zur mittlerweile Bewußtlosen und wollen ihr helfen.

Die Tatsache, dass die Bergwacht aber untätig stehen bleibt, lässt die Gruppe Ernsthaftigkeit der Situation zweifeln und erkennt wenig später den Übungscharakter.

Sämtliche Aktivitäten wie das ABCDE-Schema, Notrufabsetzen und Druckverband werden durch die jungen Mediziner koordiniert.

Die Bergretter, die in diesem Fall bereits samt Equipment an der Kapelle auf ihren „Einsatz“ gewartet hatten, machten sich unverzüglich auf den Weg zu der Verunglückten.

Die Bergretter treffen bereits nach 20 Minuten inklusive Bergwacht-Notärztin Tamara Seidl ein, die sofort mit EKG-Schreiben, Beatmung, Stiff-Neck und Vakuummatratze vorbereiten beginnen und die Patientin für den Abtransport vorbereiten. Gemeinsam wird die Patientin in der Gebirgstrage zum Hochstein gebracht, wo das Einsatz-Quad mit Anhänger wartet, die Übung ist abgeschlossen. Erleichtert ließen die Studenten das Szenario Revue passieren und bekamen Feedback von den Profis der Bergwacht. LandArztMacher-Projektpartner, Notarzt und Bergwacht-Arzt Dr. Michael Rosenberger aus Breitenberg gab dabei wertvolle Tipps und Informationen zur präklinischen Notfallmedizin im unwegsamen Gelände.

Im nächsten Programmpunkt konnten die angehenden Mediziner noch ihren Mut beim Abseilen unter Beweis stellen, das High-Light des Tages.

In der Abschlussrunde nach der Einkehr im Dreisesselhaus bedankten sich die Teilnehmer bei den Ehrenamtlichen für den spannenden, gleichzeitig lehrreichen Tag am Dreisessel und übergaben ein Präsent.

Die Bergrettungswache am Dreisesel ist an Wochenenden und Feiertagen besetzt mit zwei Aktiven Einsatzkräften. So kann bei Notfalleinsätzen vor allem an den besucherstarken Tagen schnell und effizient Notfallhilfe im unwegsamen Gelände geleistet werden.
Die Bergwachtbereitschaft Passau/Dreisessel unterhält die “Unterstützende Bergrettungswache Passau” und die “Bergrettungswache Haidmühle am Dreisessel”. Das Haupteinsatzgebiet ist der Dreisesselberg und seine Umgebung. Im Winter sind das die Loipen um Altreichenau, auch der für Touren- und Schneeschuhgeher immer beliebter werdende Dreisesselberg, mit seiner sehr schönen, über 3km langen und über 400m hohen Naturabfahrt gehören im Winter zum Einsatzgebiet.

Im Sommer ist die Bereitschaft für die Wander- und Radweg am Dreisessel zuständig. Die Klettergärten in Neuhaus am Inn und in Fischhaus (Teufelstein) fallen ebenfalls in den Einsatzleitbereich. Spezielle Kranbergungen oder im Allgemeinen Bergungen aus schwierigem, unzugänglichem Gelände, oder aus großen Höhen ist das Spezialgebiet der Bergwacht. Die Bergretter der Bergwacht Bayern verrichten ihren Einsatz ehrenamtlich. Die Bergwacht Bayern hat seit ihrer Gründung eine Vielzahl von Entwicklungen und Anpassungsprozessen durchlaufen und steht auch heute einer Vielzahl neuer Herausforderungen gegenüber. Insbesondere vermehrte Einsatzzeiten durch zunehmenden Tourismus und neue Einsatzschwerpunkte durch trendige Sportarten erfordern von der Bergwacht eine intensive Bergrettungsausbildung sowie spezialisierte Fortbildungen.

Die Ausbildung zum Bergretter oder Bergretterin dauert in der Regel bis zu drei Jahren. Dabei durchlaufen die Anwärter die Basisausbildung der Disziplinen Sommerrettung, Winterrettung, Luftrettung, Notfallmedizin und Umwelt- und Naturschutz. Alle Ausbildungsabschnitte werden durch eine Prüfung abgeschlossen.

Weitere Infos bei Bereitschaftsleiter Stefan Berger, info@bergwacht-passau.org oder unter www.bergwacht-passau.org

„Patientin“ wird durch Notärztin und Bergwacht versorgt
Abtransport der Patientin mittels ATV
Bereitschaftsleiter Stefan Berger stehendlinks und Notarzt und Projektpartner Dr. Michael Rosenberger knieend 2. v.l. mit den Teilnehmern des Projekttages „LandArztMacher“

Landräte übergeben Spendenschecks in Höhe von 2000 Euro Unterstützung für Sanierung der Bergrettungswache der BRK-Bergwacht Passau am Dreisessel

Finanzielle Unterstützung für die wichtige ehrenamtliche Arbeit der Bergwacht Passau/Dreisessel gab es jüngst durch die Landräte Sebastian Gruber (Freyung-Grafenau) und Raimund Kneidinger (Passau). Sie überreichten Spendenschecks in Höhe von jeweils 1000 Euro an Ehrenbereitschaftsleiter Thomas Graf und Bereitschaftsleiter Stefan Berger. Gedacht ist das Geld für die Sanierung der Bergrettungswache der BRK-Bergwacht Passau/Dreisessel. Landrat Gruber bedankte sich ganz herzlich für den Einsatz der Ehrenamtlichen und die immer gute Zusammenarbeit: „Die Attraktivität der Region, speziell auch hier am Dreisessel, nimmt weiter zu, dabei ist es gut zu wissen, dass die Bergwacht vor Ort ist, um den Besuchern und Gästen Sicherheit zu geben.“ Landrat Kneidinger ergänzte, auch er sehe das Geld bei der Bergwacht gut eingesetzt: „Gerade am Berg ist eine professionelle, helfende Hand immens wichtig. Und um gute Arbeit vor Ort leisten zu können, müssen auch die entsprechenden Voraussetzungen passen.“

Seit ein paar Monaten schon sind die Bergwachtler damit beschäftigt, ihre Rettungswache auf Vordermann zu bringen. 1.700 Stunden haben sie dafür bereits in Eigenleistung erbracht, wie Bereitschaftsleiter Stefan Berger bei der Spendenübergabe berichtete. Die Spendengelder könne man gut gebrauchen, um das benötigte Material zu bezahlen, so Berger. Und es ist einiges angefallen. Ein neues Dach, neue Elektrik, und neue Wasserleitungen haben die Ehrenamtlichen ihrer Wache schon verpasst, derzeit läuft der Innenausbau. Und trotz der großzügigen Spende der beiden Landräte gebe es immer noch Löcher zu stopfen.

Gruber und Kneidinger zeigten sich bei dem Termin beeindruckt von dem, was die Ehrenamtlichen bisher schon alles geschafft haben – „alles in Eigenleistung“, wie Berger betonte. Die Landräte hoffen, dass noch viele weitere Bergfreunde aus der Region ihrem Beispiel folgen und die wichtigen Sanierungsarbeiten an der Bergrettungswache finanziell unterstützen.

Spendenschecks für die Sanierung der Bergrettungswache der BRK-Bergwacht Passau am Dreisessel in Höhe von jeweils 1000 Euro überreichten Landrat Raimund Kneidinger (Passau, links) an Ehrenbereitschaftsleiter Thomas Graf und Landrat Sebastian Gruber (Freyung-Grafenau) an Bereitschaftsleiter Stefan Berger. (Foto+ Text: Landratsamt Passau)

Spende für die Renovierung der Bergrettungswache am Dreisessel


Passau/Dreisessel. Der Wirtschaftskreis Breitenberg  und die Werbegemeinschaft Neureichenau spenden 3.000 € für Renovierung der Bergrettungswache am Dreisessel.



Die beiden Vorsitzenden, David Pilger und Matthias Hoffmeister überreichten den Scheck im Beisein von Vorstandsmitglied Max Lang  an Bereitschafsleiter Stefan Berger mit seinem Team.  
„Mir ist es ein persönliches Anliegen, den Bergrettungsdienst an unserem Hausberg finanziell zu unterstützen. Die örtliche Bergwacht leistet eine ungemein wichtige Arbeit in unserer Region zur Sicherheit Einheimischer als auch unserer Urlaubsgäste aus nah und fern bei uns am Dreisessel“, so Max Lang.
Auch Hoffmeister lobte die Arbeit der ehrenamtlichen, auch insbesondere die Tätigkeit beim Tag des Sports am Dreisessel. „Die Bergwacht Passau/Dreisessel ist bei unserer mittlerweile überregional bekannten Veranstaltung „Quälspass“ ein zuverlässiger Partner“, so Hoffmeister. „Deshalb ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, die Sanierung der Bergrettungswache Dreisessel finanziell zu unterstützen“.
„Ohne die finanzielle Unterstützung regionaler Firmen und auch vieler Privatpersonen wäre die Renovierung ein Ding der Unmöglichkeit“, freut sich Bereitschaftsleiter Stefan Berger über die großzügige Spende der beiden regionalen Organisationen.
„Unser Regelbudget gibt eine Renovierung der über 65 Jahre alten Bergrettungswache am Dreisessel nicht her. Der Dachstuhl war bereits morsch, wir mussten dringend handeln. Wie bei jedem Bauvorhaben stellt sich während des Projekts heraus, was noch alles an zusätzlichen Kosten zu bewältigen ist. Hier hilft natürlich eine so großzügige Spende ungemein“ so Berger bei der gemeinsamen Besichtigung vor Ort.
Die Sanierung erfolgt zu 95% in Eigenleistung der knapp vierzig ehrenamtlichen Bergretterinnen und Bergetter. Bis jetzt wurden knapp 1.450 Mannstunden an Freizeit in die Sanierung gesteckt. Viele weitere Stunden stehen noch an, damit die Bergretter wieder ein vernünftiges Dach über dem Kopf haben zum Vorsorgedienst am Dreisessel.

Die Bergrettungswache ist an Wochenenden und Feiertagen besetzt mit zwei Aktiven Einsatzkräften. So kann bei Notfalleinsätzen vor allem an den besucherstarken Tagen schnell und effizient Notfallhilfe im unwegsamen Gelände geleistet werden.
Die Bergwachtbereitschaft Passau/Dreisessel unterhält die “Unterstützende Bergrettungswache Passau” und die “Bergrettungswache Haidmühle am Dreisessel”. Das Haupteinsatzgebiet ist der Dreisesselberg und seine Umgebung. Im Winter sind das die Loipen um Altreichenau, auch der für Touren- und Schneeschuhgeher immer beliebter werdende Dreisesselberg, mit seiner sehr schönen, über 3km langen und über 400m hohen Naturabfahrt gehören im Winter zum Einsatzgebiet.
Im Sommer ist die Bereitschaft für die Wander- und Radweg am Dreisessel zuständig. Die Klettergärten in Neuhaus am Inn und in Fischhaus (Teufelstein) fallen ebenfalls in den Einsatzleitbereich. Spezielle Kranbergungen oder im Allgemeinen Bergungen aus schwierigem, unzugänglichem Gelände, oder aus großen Höhen ist das Spezialgebiet der Bergwacht. Die Bergretter der Bergwacht Bayern verrichten ihren Einsatz ehrenamtlich. Die Bergwacht Bayern hat seit ihrer Gründung eine Vielzahl von Entwicklungen und Anpassungsprozessen durchlaufen und steht auch heute einer Vielzahl neuer Herausforderungen gegenüber. Insbesondere vermehrte Einsatzzeiten durch zunehmenden Tourismus und neue Einsatzschwerpunkte durch trendige Sportarten erfordern von der Bergwacht eine intensive Bergrettungsausbildung sowie spezialisierte Fortbildungen.

Die Ausbildung zum Bergretter oder Bergretterin dauert in der Regel bis zu drei Jahren. Dabei durchlaufen die Anwärter die Basisausbildung der Disziplinen Sommerrettung, Winterrettung, Luftrettung, Notfallmedizin und Umwelt- und Naturschutz. Alle Ausbildungsabschnitte werden durch eine Prüfung abgeschlossen.
Weitere Infos bei Bereitschaftsleiter Stefan Berger, info@bergwacht-passau.org oder unter www.bergwacht-passau.org

Einsatz am Dreisessel

Am 27.07.2020 um 17.00 Uhr alarmierte uns die ILS Passau zu einem Einsatz am Dreisessel. „Person männlich verletzt“ lautete die Einsatzmeldung.

Da nicht ganz klar war, wo sich der Verletzte genau befindet wurde durch den Einsatzleiter ein Rettungshubschrauber nachalarmiert. Christoph 15 aus Straubing mit Aussenrettungswinde war bei einem anderen Einsatz gebunden. So kam Europa 3 zum Einsatz.

Dieser nam am Dreisesselhaus einen Bergretter auf und startete einen Überflug. In der Zwischenzeit kamen die ersten Bergretter zu Fuß beim Patienten an und begannen mit der Erstversorgung. Im Schwebeflug wurde der Patient aus München dann nach unserer Erstversorgung am Stifter-Steig in der Nähe des Steinernen Meeres aufgenommen und zur weiteren Versorgung in das Klinikum Passau geflogen.

Dem Patienten wünschen wir gute Besserung !

Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit Europa 3!

Staatsminister Sibler: „Respekt vor hohen ehrenamtlicher Leistung“

Bergwachtler zeigen Fortschritt der Sanierung der Bergrettungswache am Dreisessel – bisher 1140 Stunden ehrenamtliche Arbeitsstunden

Dreisessel/Landkreis Freyung-Grafenau/Passau. Es war eine wahrlich hochkarätige Gästeliste, die einen Besuch an der  Bergrettungswache der örtlichen Bergwacht am Fuße des Dreisessels gemacht hatte. Grund: Die Sanierung der Bergrettungswache der BRK-Bergwacht Passau am Dreisessel.

v.l.n.r.: 
Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, stellv. Bereitschaftsleiter Hans-Peter Dersch, MdB Thomas Erndl, Bürgermeisterin krisitna Urmann, 2. Stellv. Bereitschatfsleiter Christian Blaum, Architekt Roland Schuster, Bereitschaftsleiter Stefan Berger, Reginalleiter Robert Heilig, Stattsminister Bernd Sibler, Ehrenregionalleiter Manfred Falkner, MdL und BRK Kreisvosritzender Walter Taubeneder, Ehrenbereitschaftsleiter Thomas Graf, Oberbürgermeister Jürgen Dupper, Landrat Sebastian Gruber, Landrat Raimund Kneidinger, Geschäftsführender Vositzender der Stiftung Bergwacht Martin Pauli, MdL Manfred Eibl, Bezirksrat Josef Heisl, MdL Max Gibis

v.l.n.r.:
Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, stellv. Bereitschaftsleiter Hans-Peter Dersch, MdB Thomas Erndl, Bürgermeisterin krisitna Urmann, 2. Stellv. Bereitschatfsleiter Christian Blaum, Architekt Roland Schuster, Bereitschaftsleiter Stefan Berger, Reginalleiter Robert Heilig, Stattsminister Bernd Sibler, Ehrenregionalleiter Manfred Falkner, MdL und BRK Kreisvosritzender Walter Taubeneder, Ehrenbereitschaftsleiter Thomas Graf, Oberbürgermeister Jürgen Dupper, Landrat Sebastian Gruber, Landrat Raimund Kneidinger, Geschäftsführender Vositzender der Stiftung Bergwacht Martin Pauli, MdL Manfred Eibl, Bezirksrat Josef Heisl, MdL Max Gibis

Angefangen bei Staatsminister Bernd Sibler, der gleichzeitig BRK-Bezirksvorsitzender in Niederbayern ist, über den Bundestagsabgeordneten Thomas Erndl, die Landtagsabgeordneten Max Gibis, Manfred Eibl und Walter Taubeneder, ebenfalls Funktionsträger beim BRK, nämlich Vorsitzender des Kreisverbandes Passau. Dann waren da noch Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Bezirksrat Josef Heisl, die Landräte Sebastian Gruber und Raimund Kneidinger sowie Oberbürgermeister Jürgen Dupper und Bürgermeisterin Kristina Urmann – allesamt haben sie sich von den Bergwachtlern auf deren Einladung über den Fortschritt der Sanierungsmaßnahme aufklären lassen.

„Wir haben hier bisher 1140 Stunden ehrenamtliche Arbeit reingesteckt“, will Bereitschaftsleiter Stefan Berger gleich vorwegschicken. Die Bergwachtbereitschaft Passau/Dreisessel ist seit etwa sechs Wochen daran, das Gebäude auf Vordermann zu bringen. „Zuerst sollte eigentlich nur das alte Dach runter und ein neues Blechdach rauf – immerhin waren die Balken schon komplett marode und bei Regen hatten wir Wasser in der Hütte“, so Berger. Allerdings sollte es das bei weitem nicht gewesen sein: Zwischenzeitlich musste die Elektrik neu gemacht werden, ebenso die Wasserleitungen im Haus. „Jetzt geht es noch an den Innenausbau.“ Alles in Eigenleistung – man sei dennoch auf Spenden angewiesen, schließlich müsse das gesamte Material ja auch bezahlt werden. „Und da haben wir leider noch ein großes Loch zu stopfen. Die Finanzierungslücke bewegt sich im fünfstelligen Bereich“, will es Stefan Berger nicht verpassen, seinen Gästen die Botschaft mit auf den Weg zu bringen.

Vor gut zwei Jahren habe man bereits mit den Planungen angefangen, jetzt werden sich die Arbeiter sicher noch über den Jahreswechsel ziehen. „Es war wirklich dringend notwendig, dass etwas passiert und wir sind wirklich stolz auf die großartige Leistung der Bergwacht. Denn um gute Arbeit vor Ort leisten zu können, müssen auch die entsprechenden Voraussetzungen passen“, betont auch MdL Walter Taubeneder in seiner Funktion als Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes Passau.

„Die Bergwacht ist wichtig. Wir alle sehen die Herausforderungen, die es am Berg gibt und da ist eine professionelle helfende Hand immens wichtig“, so Staatsminister Bernd Sibler. Die sogenannten Vorhalteleistungen am Berg seien kein Freizeitspaß, sondern unabdingbar notwendig. „Die Sache muss passen: Fachliche Kompetenz und auch die entsprechende Ausstattung“, will Sibler weiter betonen, verbunden mit seinem Respekt vor der hohen ehrenamtlichen Leistung die die Bergwachtler im Rahmen der Sanierung leisten würden. „Das zeigt einmal mehr die Qualität des ländlichen Raumes.“

Auch Landrat Sebastian Gruber schätzt die Bergwacht Passau/Dreisessel als Partner in der Region: „Die Attraktivität der Region, speziell auch hier am Dreisessel, nimmt weiter zu und hier haben wir zusammen die Verantwortung die Besucher und Gäste bei uns entsprechend zu lenken und Sicherheit zu geben.“

Bevor sich die Runde ein Bild von den Sanierungsmaßnahmen machte, wollte es Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper nicht verpassen noch einen Spendenscheck an die Bergwacht zu überreichen: „Es ist ja zum Teil auch die Bergwacht Passau, die hier tätig ist – deswegen pflegen wir auch eine enge Beziehung zu den Bergwachtlern. Und eigentlich bin ich es gewohnt, dass ich ein bisschen was mitbringe, wenn ich die Bergwacht besuche, diesmal in Form eines Spendenschecks, damit es hier weitergehen kann.“

Einsatz in Erlau

Gegen 18.00 Uhr alarmierte uns die Leitstelle Passau zu einem Einsatz in die Donauleiten nach Erlau. Person in unwegsamen Gelände lautete die Einsatzmeldung.

Nach kurzer Erkundung der Lage konnten wir den verstiegenen Patienten mittels Statikseilsatz und Gebirgstrage aus seiner misslichen Lage befreien und zur weiteren Versorgung dem Rettungsdienst übergeben.