Erste Hilfe-Outdoor Kurs am Dreisesselhaus am 16.10.2022


Erste Hilfe-Outdoor Kurs zugunsten des Fördervereins Renovierung Dreisesselschutzhaus
Was mache ich wenn mal was passiert? Wie setze ich den Notruf richtig ab? Was mache ich bei Verletzungen oder Unterkühlung? Was mache ich bei einem Herzstillstand ? 

All diese Fragen werden praxisnah von unseren Ausbildern geklärt. 
Der Kurs findet zugunsten des Fördervereins Renovierung Schutzhaus Dreisessel statt. Der Unkostenbeitrag beläuft sich auf 35 €, der Reinerlös geht an den Förderverein. Der Kurs startet am 16.10.2022 um 09.00 Uhr am Dreisesselhaus und dauert bis 12.00 Uhr.

Zur leichteren Organisation des Kurses ist eine Anmeldung unter folgendem Link erforderlich…

In diesem Erste Hilfe Outdoor Seminar lernen Teilnehmer, im Notfall ruhig zu bleiben, die richtigen Prioritäten zu setzen und erfolgreich Erste Hilfe im Gelände zu leisten.

Kursinhalte:

  • Notfallset – Erste Hilfe-Outdoor
  • Notfallmanagement / Absetzen des Notrufes im Gelände / Standortangabe
  • Wunden und Verbände
  • Gelenkverletzungen
  • Reanimation
  • Unterkühlung und Hitzeschäden

Infoabend für Interessierte

Du kommst aus der Dreisesselregion oder aus Passau?

Du hast Lust auf ein spannendes Ehrenamt in einem tollen Team?

Du bist gerne in den Bergen unterwegs und auch von der Ersten Hilfe nicht abgeneigt?

Dann schau vorbei bei unserem Infoabend am 14. Oktober um 19:00 Uhr in unserer Bergrettungswache Frauenberg!

Dort zeigen wir dir, was genau hinter unserem Ehrenamt steckt, welche Anforderungen an neue Anwärter gestellt werden und was die Ausbildung zur aktiven Einsatzkraft der Bergwacht Bayern beinhaltet.

Wir würden uns freuen dich dort zu begrüßen!

Hier eine Anfahrtsbeschreibung auf google-MAPS:
https://bit.ly/3Sv79XO

Landarztmacher zu Gast bei der Bergwacht am Dreisessel

Im Rahmen des Projekts „LandArztMacher“, dessen Ziel es ist, angehende Mediziner für das Leben als Landarzt in der Region zu begeistern, fand am Wochenende ein Projekttag bei der Bergwacht am Dreisessel statt.

Organisiert hatte den Projekttag die Bergwachtbereitschaft Passau/Dreisessel. Den 33 teilnehmenden angehenden Medizinern aus ganz Deutschland sollte so die Möglichkeit geboten werden, sich hautnah über die Arbeit der Bergwacht, die praktikable präklinische Diagnostik und Versorgung eines Patienten in der freien Natur, also außerhalb des vertrauten Klinikumfelds mit hochspezialisierter Technik, zu informieren.

Bereitschaftsleiter Stefan Berger von der Bergwacht Passau/Dreisessel begrüßte die Teilnehmer an der Bergrettungswache Dreisessel und stellte das Programm des Tages vor. „Auf euch wartet ein interessanter und spannender Tag am Berg, denkt daran, dass bei so einer Wanderung immer mal das eine oder andere passieren kann“, so Berger bei der Begrüßung.

Start der Wanderung zum Dreisessel war die Bergrettungswache am Dreisessel. Über Wanderwege ging es Richtung Hochstein. Nach einer kurzen Wanderung mit vielen Informationen über Tier- und Pflanzenwelt des Naturschutzgebietes Hochwald und über die Arbeit und Ausbildung der Bergwacht „passierte“ es dann: 

Auf dem steilen und letzten Anstieg zur Nepumuk-Kapelle: eine Teilnehmerin klagte über Schwindel,  „kollabierte“ und verletzte sich dabei am Kopf. Geistesgegenwärtig eilen direkt einige Studenten aus der Gruppe zur mittlerweile Bewußtlosen und wollen ihr helfen.

Die Tatsache, dass die Bergwacht aber untätig stehen bleibt, lässt die Gruppe Ernsthaftigkeit der Situation zweifeln und erkennt wenig später den Übungscharakter. Sämtliche Aktivitäten wie das ABCDE-Schema, Notrufabsetzen und Seitenlage werden durch die jungen Mediziner koordiniert. Die Bergretter, die in diesem Fall bereits samt Equipment an der Kapelle auf ihren „Einsatz“ gewartet hatten, machten sich unverzüglich auf den Weg zu der Verunglückten. Die Bergretter treffen bereits nach 10 Minuten inklusive Bergwacht-Notarzt Dr. Michael Rosenberger ein, die sofort mit Überwachung, Atemwegssicherung, Stiff-Neck und Vakuummatratze vorbereiten beginnen und die Patientin für den Abtransport vorbereiten. Gemeinsam wird die Patientin in der Gebirgstrage zum Hochstein gebracht, die Übung ist abgeschlossen. Erleichtert ließen die Studenten das Szenario Revue passieren und bekamen Feedback von den Profis der Bergwacht. LandArztMacher-Projektpartner, Notarzt und Bergwacht-Arzt Dr. Michael Rosenberger aus Breitenberg gab dabei wertvolle Tipps und Informationen zur präklinischen Notfallmedizin im unwegsamen Gelände.

In der Abschlussrunde nach der Einkehr im Dreisesselhaus bedankten sich die Teilnehmer bei den Ehrenamtlichen für den spannenden, gleichzeitig lehrreichen Tag am Dreisessel und übergaben ein Präsent.

Die Bergrettungswache am Dreisesel ist an Wochenenden und Feiertagen besetzt mit zwei Aktiven Einsatzkräften. So kann bei Notfalleinsätzen vor allem an den besucherstarken Tagen schnell und effizient Notfallhilfe im unwegsamen Gelände geleistet werden.
Die Bergwachtbereitschaft Passau/Dreisessel unterhält die “Unterstützende Bergrettungswache Passau” und die “Bergrettungswache Haidmühle am Dreisessel”. Das Haupteinsatzgebiet ist der Dreisesselberg und seine Umgebung. Im Winter sind das die Loipen um Altreichenau, auch der für Touren- und Schneeschuhgeher immer beliebter werdende Dreisesselberg, mit seiner sehr schönen, über 3km langen und über 400m hohen Naturabfahrt gehören im Winter zum Einsatzgebiet.

Im Sommer ist die Bereitschaft für die Wander- und Radweg am Dreisessel zuständig. Die Klettergärten in Neuhaus am Inn und in Fischhaus (Teufelstein) fallen ebenfalls in den Einsatzleitbereich. Spezielle Kranbergungen oder im Allgemeinen Bergungen aus schwierigem, unzugänglichem Gelände, oder aus großen Höhen ist das Spezialgebiet der Bergwacht. Die Bergretter der Bergwacht Bayern verrichten ihren Einsatz ehrenamtlich. Die Bergwacht Bayern hat seit ihrer Gründung eine Vielzahl von Entwicklungen und Anpassungsprozessen durchlaufen und steht auch heute einer Vielzahl neuer Herausforderungen gegenüber. Insbesondere vermehrte Einsatzzeiten durch zunehmenden Tourismus und neue Einsatzschwerpunkte durch trendige Sportarten erfordern von der Bergwacht eine intensive Bergrettungsausbildung sowie spezialisierte Fortbildungen.

Die Ausbildung zum Bergretter oder Bergretterin dauert in der Regel bis zu drei Jahren. Dabei durchlaufen die Anwärter die Basisausbildung der Disziplinen Sommerrettung, Winterrettung, Luftrettung, Notfallmedizin und Umwelt- und Naturschutz. Alle Ausbildungsabschnitte werden durch eine Prüfung abgeschlossen.

Neue Einsatzkräfte für die Bergwacht Bereitschaft Passau-Dreisessel

Am Samstag, den 30.07.2022 fand im Rahmen der Ausbildung zur aktiven Einsatzkraft der Bergwacht Bayern, die Prüfung zur Sommerrettung 2022 für die Region Bayerwald an der Wagnerspitze im Arbergebiet statt. Die Bereitschaft Passau-Dreisessel nahm an der Prüfung mit 2 Anwärtern teil.

Am Prüfungstag mussten unterschiedliche Situationen und Aufgaben unter den Augen der Prüfungskommission und der Ausbilder erfolgreich abgelegt werden. An oberster Stelle stand immer die Sicherheit, die korrekte fachliche Technik als auch der Zeitfaktor, wie lange man für eine Aufgabe benötigen darf.

Die Prüfungsstationen waren in unterschiedliche Themenbereiche gegliedert, darunter zum Beispiel die Kapprettung, also die planmäßige 2-Mann-Rettung nach unten, wo ein handlungsunfähiger Kletterer am Fels gerettet wird. Neben der Teamarbeit der beiden Bergwachtkräfte, ist hier vor allem das Durchschneiden oder „Kappen“ des Seils, an dem der zu rettende Kletterer eingebunden ist, ein sehr konzentrierter Moment.
Zusätzlich mussten Aufgaben wie Aufbau und Bedienung des Statikseilsatzes beherrscht werden, das Zusammenbauen der Gebirgstrage, oder durch den Aufbau mit verschiedenen Flaschenzugtechniken eine Person nach oben zu retten.
Neben den praktischen Tätigkeiten mussten im Vorhinein auch 30 theoretische Fragen korrekt beantwortet werden.

Für die beiden Anwärter Franz Kieweg und Aline Mauch war der Druck noch etwas höher als für manch einen anderen Teilnehmer, da es für sie die letzte Prüfung als Anwärter war. Nach dem Start ihrer Ausbildung im Winter 2020 absolvierten beide insgesamt sieben Prüfungen, unter anderem in den Themengebieten Sommer- und Winterrettung, Notfallmedizin und Luftrettung. Franz und Aline konnten die letzte Herausforderung mit Erfolg bewältigen und stehen jetzt der Bergwacht Bereitschaft Passau-Dreisessel als aktive Einsatzkraft zu Verfügung.

Zusätzlich zu den beiden absolvierten am Samstag, den 6. August, auch noch Moritz Meves und Julian Kasperbauer ihre Notfallmedizinprüfung. Dies ist ein weiterer Schritt für die zwei zur Ausbildung zur Aktiven Einsatzkraft der Bergwacht Bayern, die Julian und Moritz voraussichtlich nächsten Sommer mit Bestehen der Winter- und Sommerprüfung abschließen werden.

Die beiden neuen Einsatzkräfte für die Bergwacht Passau-Dreisessel. v.L. Aline Mauch und Franz Kieweg

Bergwacht Passau über 18 Stunden im Einsatz gefordert

In den vergangenen drei Tagen war die Bergwacht Passau-Dreisessel bei drei Einsätzen insgesamt über 18 Stunden im Einsatz.

Die erste Alarmierung erreichte den diensthabenden Einsatzleiter sowie die Bergwacht Bereitschaften Passau-Dreisessel und Hauzenberg-Waldkirchen am Montag gegen 22:14 Uhr. Ein Mitteiler gab seitens der Leitstelle an, er habe im Gemeindegebiet Jandelsbrunn nahe der Ortschaft Hintereben ein Kleinflugzeug beobachten können, welches augenscheinlich Motorprobleme über einem Waldstück hat. Da der Verbleib des Luftfahrzeuges nicht näher bestimmt werden konnte, bestand die Aufgabe der Bergwacht darin zusammen mit der Feuerwehr das Waldstück fußläufig zu durchsuchen. Während der Suche wurde dann jedoch Entwarnung gegeben, bei den umliegenden Lande- und Flugplätzen wurde kein Flugzeug vermisst und auch die Suche mit dem ebenfalls angeforderten Polizeihubschrauber „Edelweiss“ aus München verlief ergebnislos.

Am darauffolgenden Abend wurden die Einsatzkräfte abermals durch einen Alarm geweckt, diesmal gegen 23:06 Uhr mit ähnlichem Meldebild. Ein mit zwei Personen besetztes Ultraleichtflugzeug, welches in der Nähe von Dresden gestartet war, kam nicht am Zielflugplatz an. Der letzte Kontakt wurde in der Nähe von Altreichenau ausgemacht.

Neben etlichen Feuerwehren, Einheiten des Katastrophenschutzes und einer Hundestaffel wurden zudem wieder die Kameraden der Bergwachten Passau-Dreisessel und Hauzenberg-Waldkirchen alarmiert. Gemeinsam suchte man die durch den Polizeihubschrauber vorher festgelegten Suchgebiete fußläufig ab, wobei die teils dichte Bepflanzung den Einsatzkräften die Arbeit enorm erschwerte. Zur Unterstützung der Einsatzkräfte wurden deshalb noch die Nachbar-Bereitschaften, die Bergwacht Wolfstein und Bergwacht Grafenau nachalarmiert, welche mit zusätzlichen Einsatzkräften unterstützte. Nach einer erneuten Besprechung lieferte dann eine weitere Handyortung vielversprechende Koordinaten, woraufhin sich umgehend ein Trupp der Bergwacht aufmachte und das entsprechende Gebiet genauer absuchte.

In den frühen Morgenstunden wurde das Flugzeugwrack dann samt der beiden vermissten Personen in einem dicht bewaldeten Gebiet ausgemacht. Für den 69 Jahre alten Piloten und seinen 80-jährigen Begleiter kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes übernahm die Bergwacht mit Hilfe der Feuerwehr die Bergung der beiden Insassen aus dem unwegsamen Gelände. Zudem unterstütze die Bergwacht bei der Bergung von Wrackteilen aus den umliegenden Baumkronen. Der Einsatz dauerte aufgrund der zunächst veranlassten Spurensicherungen vor Ort bis gegen Mittag an, damit über 12 Stunden.

Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt den Hinterbliebenen!

Der dritte Einsatz in dieser Serie ereilte die Bergwacht Passau-Dreisessel dann kurz vor 14 Uhr, eine Wanderin stürzte im Steinernen Meer und konnte aufgrund einer Verletzung nicht mehr weiter gehen. Der angeforderte Rettungshubschrauber Christoph 15 aus Straubing nahm per Außenwinde einen Luftretter der Bergwacht auf und konnte die Patientin nach einer notfallmedizinischen Versorgung aus dem unwegsamen Gebiet ausfliegen. Die Patientin wurde anschließend an einen Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes zur weiteren Versorgung in einem Krankenhaus übergeben.

Von der Bergwacht begleitet wurden die Angehörigen mit dem Einsatzfahrzeug zum Parkplatz am Dreisessel gebracht.

Wir wünschen eine schnelle und vollständige Genesung!

Insgesamt waren rund 30 Einsatzkräfte der Bergwacht neben allen anderen Kräften bei diesen drei Einsätzen gefordert, die Gesamteinsatzzeit beläuft sich auf rund 18 Stunden.

Ausbildung wird bei der Bergwacht groß geschrieben – Neue Einsatzkräfte und Weiterbildungen bei der Bergwacht Passau / Dreisessel – Förderer dringend gesucht

„Nach einem harten Jahr der coronabedingten Einschränkungen konnte der Ausbildungsbetrieb bei der Bergwacht wieder fast volle Fahrt aufnehmen. „Wir hatten einen ziemlich großen Stau an Ausbildungen, Kursen und Übungen“, so Bereitschaftsleiter Stefan Berger.

„Im Jahr 2021 haben wir insgesamt 11 AnwärterInnen zur Ausbildung. Nach erfolgreichen bestehen aller Prüfungen zur Aktiven Einsatzkraft sind Louis Krätzschmar und Susanne Riedl nun „fertige BergwachtlerInnen“ und bereits bei einigen Einsätzen aktiv im Geschehen“.

Im Rahmen ihrer Grundausbildung konnten Moritz Meves, Aline Mauch, Julian Kasperbauer, Franz Kieweg, Julian Kastner und Anna Ascher, erfolgreich den Wintereignungstest absolvieren. Dabei mussten Sie Themen wie Mehrfachverschütteten Suche inkl. Sondierung meistern, die richtige Skitechnik im Aufstieg als auch der Abfahrt und das Handling mit den Steigeisen beweisen. Damit die AnwärterInnen im unwegsamen Gelände auch im Sommer fit sind, haben Moritz Meves, Aline Mauch, Julian Kasperbauer, Franz Kieweg und Julian Kastner auch am Eignungstest Sommer teilgenommen. Hier stellten Sie ihre Klettertechnik unter Beweis, mussten zahlreiche Knoten beherrschen und mit mobilen Sicherungsmitteln einen optimal Stand zur weiteren Rettung aufbauen.

„Zur Vorbereitung der Prüfungen haben unsere AusbilderInnen über 270 Stunden Freizeit investiert, um weitere Ehrenamtliche für den Bergrettungsdienst in Sachen Sommerrettung, Winterrettung, Notfallmedizin und Luftrettung vorzubereiten“, so Berger weiter. 

Susanne Riedl hat sich als Fachausbilderin Natur & Umwelt weiterqualifiziert und wird sich zukünftig in die Ausbildung einbringen.

Lukas Wallisch und Otto Gerlesberger haben ihre Fortbildung zu den Technikmodulen Sommerrettung I und Sommerrettung II erfolgreich absolviert, welche je über knapp 3 Tage gegangen sind. Die Sommerrettung I in Prunn hat sich überwiegend mit den Inhalten für den Eignungstest Sommer beschäftigt. Die Sommerrettung II hingegen fand in Garmisch am Kreuzeckhaus statt. Dieser Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit der organisierten Bergrettung.

Mit Stefan Berger, Daniel Stockinger und Benedikt Hauner wurden nach den Weiterbildungen drei neue Einsatzleiter bestellt. Sie mussten diverse Einsatzleiter Module wie Zentral- oder Sommermodul durchlaufen, bei denen unterschiedliche Themen wie Rechtliche Grundlagen, Risikomanagement / Personalmanagement und Gruppenführung im Absturzgelände oder auch Einsatztaktik und Abschnittsleitertraining geübt wurden.

„Insgesamt haben wir in allen Bereichen eine bestens aufgestellte Einsatzmannschaft, welche für unsere Einsätze, sei es bodengebunden oder aus der Luft, ausgezeichnet vorbereitet ist“, freut sich der Bergwachtchef.

Gleichzeitig ist die Bergwacht immer noch auf der Suche nach Förderinnen und Förderern, welche die Bergwacht mit einer Fördermitgliedschaft unterstützen.  Die Informationen dazu stehen unter www.bergwacht-passau.org bereit. „Unser Regelbudget reicht bei weitem nicht aus, um die laufenden Kosten wie Versicherungen, Sprit, Reparaturen an den Fahrzeugen, Verbrauchsmaterial usw. zu decken“, gibt Berger zu denken.

Jede Einsatzkraft muss sich ihre Einsatzkleidung selbst kaufen, weil die finanziellen Mittel dazu nicht ausreichen.

Die Ausbildung zur Aktiven Einsatzkraft der Bergwacht Bayern dauert 2 bis 3 Jahre, ist sehr umfassend und intensiv. Sommerausbildung, Winterausbildung, Notfallmedizin, Luftrettung und Naturschutz sind die verschiedenen Bereiche auf dem Weg zum „Bergwachtler“ und zur „Bergwachtlerin“

Wer Interesse hat sich ehrenamtlich bei der Bergwacht zu engagieren kann sich bei Bereitschaftsleiter Stefan Berger unter 0170-9059821 oder info@bergwacht-passau.org melden.“

Spektakulärer Rettungseinsatz: Bergwacht rettet schwerstverletzten Gleitschirmflieger

Zu einem abgestürzten Gleitschirmflieger am Haidel in Obergrainet wurde die Bergwacht Passau/Dreisessel heute um 14.00 Uhr alarmiert.

Der Gleitschirmflieger hing schwerstverletzt in der Krone eines etwa 20 Meter hohen Baumes mit sehr dünnem Geäst. Der alarmierte Hubschrauber Christoph 15 war zuerst bei einem anderen Einsatz gebunden, Hubschrauber Europa 3 ohne Außenwinde aus Suben kam ersatzweise. Zur weiteren Unterstützung wurde im Verlauf die Bergwacht Hauzenberg/Waldkirchen durch den diensthabenden Bergwacht Einsatzleiter nachgefordert.

Da schnell klar war, dass das übliche und bayernweit standardisierte Rettungsverfahren der Bergwacht Bayern für Gleitschirmunfälle mittels Baumbergeset aufgrund der dünnen Äste nicht funktionieren würde, kam nur eine Rettung per Hubschrauber mit Außenrettungswinde in Frage. In der Zwischenzeit konnte sich der Hubschrauber Christoph 15 aus Straubing startklar machen, der vorherige Einsatz war beendet. Bereits in Windenkonfiguration angeflogen, nahm er einen Luftretter der Bergwacht Passau / Dreisessel auf, um eine sogenannte Kappbergung des Schwerstverletzten durchzuführen. Aufgrund starker Windböen am Haidel musste das für Besatzung und Luftretter gefährliche Manöver zwei Mal eingeleitet werden. Beim zweiten Versuch gelang es dem Luftretter an der Winde hängend, den Mann aus seiner Lage zu befreien.

Der Rettungshubschrauber flog zum Zwischenlandeplatz und übergab den Patienten an den BRK Rettungswagen aus Freyung zur Erstversorgung. Nach der Behandlung im Rettungswagen wurde der Patient in eine Klinik geflogen.

Die Bergwacht Passau/Dreisessel trainiert dieses standardisierte Kappbergeverfahren wie jede bayerische Bergwacht jährlich im weltweit einzigartigen Zentrum für Sicherheit und Ausbildung der Bergwacht Bayern (BWZSA) in Bad Tölz, erklärt Bereitschaftsleiter Stefan Berger. Auch die Echtflugtrainings mit verschiedenen Flugmustern der Bundespolizei, ADAC (insbesondere mit dem Partner Christoph 15 aus Straubing), Landespolizei und Bundeswehr gehören dabei zu den Trainingsmaßnahmen der Bergwacht.  

Bettenhaus Mühldorfer wird Fördermitglied

Betten zum Träumen und Kraft tanken

Mühldorfer, gegründet 1919, ist führender Hersteller von hochwertigen Daunen- und Faserbettwaren für die Top-Hotellerie weltweit. Auch Privatkunden sind begeistert von den Wohlfühlbetten zum Träumen und Regenerieren. Gefüllt mit handverlesenen Daunen, gewaschen im kalkfreien Bergquellwasser des Bayerischen Waldes. „Das Beste, was es in Sachen Betten gibt!“ ist unser Anspruch. Wir wünschen Ihnen das Beste: Eine gute Nacht.

Seit Generationen produziert Mühldorfer Daunenbetten und Kissen höchster Qualität für ein gesundes und erholsames Schlaferlebnis. Wir sind stolz, die besten Hotels der Welt zu beliefern. Die Auswahl der Rohstoffe und das Waschen im kalkfreien, kristallklaren Bergquellwasser des Bayerischen Waldes bietet die Grundlage für die einzigartig weichen und reinen Daunen der Mühldorfer Wohlfühlbetten.

Die Bergwacht bedankt sich bei Frau Elisabeth Hintermann für die überaus großzügige Fördermitgliedschaft!

Landrat Gruber wird Fördermitglied der Bergwacht Passau/Dreisessel

Aufruf zur Unterstützung der Bergwacht durch eine Fördermitgliedschaft

Das neue Fördermitglied Landrat Sebastian Gruber (Mitte) mit Bereitschatfsleiter Stefan Berger (li) und Stellvertreter Hans-Peter Dersch

Die Bergwacht Passau/Dreisessel ist derzeit auf der Suche nach Fördermitgliedern. Nicht lange bitten ließ sich dazu Freyung-Grafenaus Landrat Sebastian Gruber bei einem Vor-Ort Besuch in der fast fertig renovierten Bergrettungswache am Dreisessel „Die Bergwacht ist wichtig. Wir alle sehen die Herausforderungen, die es auf den Bergen in der Region, insbesondere auch am Dreisessel und da ist eine professionelle helfende Hand immens wichtig“, so Landrat Sebastian Gruber. „Die Attraktivität der Region, speziell auch hier am Dreisessel, nimmt weiter zu und hier haben wir zusammen die Verantwortung die Besucher und Gäste bei uns entsprechend Sicherheit zu geben. Deswegen ist es mir, wie auch der Bürgermeisterin Kristina Urmann, ein persönliches Anliegen, den Bergrettungsdienst am touristischen Hotspot Dreisessel finanziell zu unterstützen.“ Er hoffe, dass viele seinem Beispiel folgen mögen, so der Landrat.

„Gerade am Dreisessel gibt es viele Verbindungen zwischen der Bergwacht und dem Landkreis. Schließlich gehört sowohl der Parkplatz als auch die Zufahrtsstraße zum Dreisessel dem Landkreis“, so Gruber. 

Bereitschaftsleiter Stefan Berger erläuterte im Beisein von Stellvertreter Hans-Peter Dersch und Ehrenregionalleiter Manfred Falkner die Finanzierungsstrukturen der Bergwachtbereitschaft: „Die jährlichen Ausgaben für KFZ-Versicherungen, Treibstoff, Fahrzeug-Reparaturen, Versicherungen für die Aktiven Einsatzkräfte und Anwärter steigen immer weiter. Die uns zur Verfügung stehenden Mittel reichen derzeit nicht mehr aus, um die laufenden Kosten zu decken. Deswegen sind wir immens auf Fördermitglieder angewiesen.“ Beide bedankten sich bei Gruber für die Bereitschaft, die Bergwacht aktiv zu unterstützen und zeigten bei einer kurzen Hausführung den Stand der Renovierungsarbeiten.

Weitere Info´s zur Fördermitgliedschaft:
https://bergwacht-passau.org/forderer-werden/

Die Bergwachtbereitschaft Passau/Dreisessel unterhält die “Unterstützende Bergrettungswache Passau” und die “Bergrettungswache Haidmühle am Dreisessel”. Das Haupteinsatzgebiet ist der Dreisesselberg und seine Umgebung. Im Winter sind das die Loipen um Altreichenau, auch der für Touren- und Schneeschuhgeher immer beliebter werdende Dreisesselberg, mit seiner sehr schönen, über 3km langen und über 400m hohen Naturabfahrt gehören im Winter zum Einsatzgebiet. Im Sommer ist die Bereitschaft für die Wander- und Radweg am Dreisessel zuständig. Die Klettergärten in Neuhaus am Inn und in Fischhaus (Teufelstein) fallen ebenfalls in den Einsatzleitbereich. Spezielle Kranbergungen oder im Allgemeinen Bergungen aus schwierigem, unzugänglichem Gelände, oder aus großen Höhen ist das Spezialgebiet der Bergwacht. Die Bergretter der Bergwacht Bayern verrichten ihren Einsatz ehrenamtlich. Die Bergwacht Bayern hat seit ihrer Gründung eine Vielzahl von Entwicklungen und Anpassungsprozessen durchlaufen und steht auch heute einer Vielzahl neuer Herausforderungen gegenüber. Insbesondere vermehrte Einsatzzeiten durch zunehmenden Tourismus und neue Einsatzschwerpunkte durch trendige Sportarten erfordern von der Bergwacht eine intensive Bergrettungsausbildung sowie spezialisierte Fortbildungen. Die Ausbildung zum Bergretter oder Bergretterin dauert in der Regel bis zu drei Jahren. Dabei durchlaufen die Anwärter die Basisausbildung der Disziplinen Sommerrettung, Winterrettung, Luftrettung, Notfallmedizin und Umwelt- und Naturschutz. Alle Ausbildungsabschnitte werden durch eine Prüfung abgeschlossen. Weitere Infos bei Bereitschaftsleiter Stefan Berger, info@bergwacht-passau.org oder unter www.bergwacht-passau.org

Bergwachteinsatz auf der Langlaufloipe Duschlberg im Dreisesselgebiet

Um 11.16 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Passau den Einsatzleiter Unterer Bayerischer Wald und die Bergwacht Passau/Dreisessel zu einem Einsatz auf der Langlaufloipe nähe Duschlberg. Ein 69-jähriger einhemischer  Langläufer war auf der Loipe kollabiert.

Der Notarzt wurde aus dem Rettungshubschrauber Christoph 15 aus Straubing zum Patienten verbracht mittels Rettungswinde zum Patienten abgewincht.

Nach der Erstuntersuchung und Versorgung wurde der Patient mit dem Schneefahrzeug der Bergrettungswache am Dreisessel zum Rettungswagen des BRK Neureichenau transportiert und zur weiteren Abklärung und Versorgung in das Krankenhaus Freyung verbracht.

Im Einsatz waren knapp 10 Bergretterinnen und Bergretter der Bergwacht Passau/Dreisessel, der BRK Rettungswagen Neureichenau und der Rettungshubscharauber Christoph 15 aus Straubing. Nach einer Stunde konnten die alarmierten Bergettungskräfte wieder einrücken.